aus: Ulrich
Haarmann Hg.: "Geschichte der arabischen Welt";
C.H.Beck-Verlag, München 1987
Unter Mitwirkung von
Ulrich Haarmann: Einleitung (S.9f.)
-- Albrecht Noth:
Früher Islam (S.11-100)
-- Tilman Nagel: Das
Kalifat der Abbasiden (S.101-165)
-- Heinz Halm: Die
Fatimiden (S.166-199)
-- Heinz Halm: Die
Ayyubiden (S.200-216)
-- Ulrich Haarmann:
Der arabische Osten im späten Mittelalter 1250-1517
(S.217-263)
-- Hans-Rudolf Singer:
Der Maghreb und die Pyrenäenhalbinsel bis zum Ausgang
des Mittelalters (S.264-322)
-- Barbara
Kellner-Heinkele: Der arabische Osten unter
osmanischer Herrschaft 1517-1800 (S.323-364)
-- Alexander Schölch:
Der arabische Osten im neunzehnten Jahrhundert
1800-1914 (S.365-431)
-- Helmut Mejcher: Der
arabische Osten im zwanzigsten Jahrhundert 1914-1985
(S.432-501)
-- Peter von Sivers:
Nordafrika in der Neuzeit (S.502-592)
Chronologie
Vertreibung
von Fantasie-Muslimen aus Spanien - arbeitslose
Kapitäne betreiben Piraterie - erste Autonomien der
Maghrebstaaten von Konstantinopel - Vordrängen
Frankreichs im Maghreb-Handel
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
Zusammenfassung
Nach den grossen Friedensschlüssen der europäischen
Mächte werden die von der Kirche terrorisierten und
angeblich "nicht katholisierbaren" spanischen
Fantasie-Muslime nach Afrika vertrieben. Die Piraterie
auf den Meeren entwickelt sich mit der Hilfe arbeitslos
gewordener englischer und holländischer Kapitäne weiter
mit Fahrten von Afrika bis nach Irland und Island.
"Heiligenbewegungen" im Maghreb verbreiten gleichzeitig
die These von der "Einheit des [Fantasie]-Islam", und
ein paar Jahrzehnte später bekommen die Maghreb-Staaten
Autonomie von Konstantinopel zugestanden. Frankreich
beginnt intensive Handelsbeziehungen mit dem Maghreb,
der Weizen nach Europa exportiert und unter anderem die
Flotten Napoleons versorgt. Die Schiffskapitäne und Beys
werden zu Grosskapitalisten im Weizengeschäft, so dass
die Piraterie langsam verschwindet. Der Maghreb bleibt
bei der alten Form der Landwirtschaft. Änderungen der
Methoden werden nicht ausprobiert, weil die Bevölkerung
gut ernährt werden kann.
Chronologie (Fortsetzung)
1598
Frankreich-Österreich:
Friedensschluss
(S.519)
1598-1621
Spanien: Tod von Philipp
II. - Nachfolger: Philipp III.
(S.519, 523)
bis 1600
Waffentechnik: Die
Arkebusen sind in allen Heeren der Welt durch Musketen
ersetzt.
(S.520)
Waffentechnik: Alle
bronzenen Kanonen sind durch billigere gusseiserne
Kanonen ersetzt.
(S.520)
Marokko-England: Englischer
Vorschlag von Königin Elisabeth für ein gemeinsames
Kolonialprojekt in "Amerika" gegen die spanischen
Kolonien
Al-Mansur, im Innern schon überfordert, erhofft sich
von dem Kolonialprojekt eine politische Verbesserung.
Englands Plan: Ansiedlung kaltblütiger Engländer in der
nördlichen, Ansiedlung hitzeunempfindlicher
marokkanischer Siedler in der südlichen Hemisphäre. Das
Projekt scheitert am Geld: Ohne englische Garantien will
Sultan al-Mansur keinen finanziellen Beitrag leisten.
Der englische Gesandte reist ohne Abkommen ab (S.518).
Maghreb: Technische
Gleichstellung mit Europa
Obwohl der Maghreb viel weniger Städte und viel weniger
zentralistisch regiert wird, erreicht er mittlerweile
gleichwertiges technisch-militärisches Niveau mit
Europa. Die Diplomatie zwischen England und Marokko
bleibt auch erhalten (S.519).
1600-1650
Fantasie-muslimische
Korsaren im Mittelmeerbesitzen fast 100
Freibeuterschiffe, werden eine grosse Belastung für den
Handel und die Küstenbewohner Spaniens und Italiens
(S.521).
Kapitäne, Matrosen und Ruderer sind Fantasie-Muslime
oder konvertierte Fantasie-Muslime, die
Militärkontingente sind osmanische Janitscharen, vor
allem aus Anatolien und Rumelien. Ersatz wird auch dort
rekrutiert. Zu einer Vermischung zwischen Janitscharen
und Berbern kommt es nicht (S.522).
England, Frankreich und Holland schützen sich mehr durch
gute Bewaffnung ihrer Schiffe und eigene Angriffe auf
Stellungen der nordafrikanischen Küste (weil die Kosten
für Kanonen durch Gusseisen statt Bronze sinken).
Dadurch können sich später England und Frankreich teure
Kaperversicherungen ersparen (S.521).
1600-1700
Maghreb/Algier/Tunis/Tripolis:
Die Regierungen rüsten den Korsaren weiter Schiffe aus
(S.524)
1600-1800
Waffentechnik: Suche nach
billigeren und schnelleren Waffen
-- Musketen und Kanonen
-- sind inzwischen die zentralen Waffensysteme einer
jeden grossen Armee
-- bleiben relativ umständlich und langsam zu handhaben
-- die Treffsicherheit und Durchschlagskraft halten sich
in Grenzen
Die grossen europäischen Kolonialimperien forschen
weiter, die Waffentechnik zu verbilligen, da die
finanziellen Mittel wegen der weit entfernten Kolonien
knapp sind (S.520).
1602
Marokko: Gespräche eines
Sultanssohnes mit Spanien - Gefängnisstrafe
Der Tod von Sultan al-Mansur ist absehbar. Einer der
drei möglichen Tronfolger führt in Vorbereitung seines
Sultanats auf eigene Faust Verhandlungen mit Spanien und
landet deswegen im Gefängnis. Die zwei anderen Söhne
sind Gouverneure in Marrakesch und Fes (S.518).
1603
England-Konstantinopel: Tod
von Königin Elisabeth I. und Tod von Sultan Murad III.
(S.519)
Marokko: Tod von Sultan
al-Mansur an der Pest - Nachfolger: ist im Gefängnis
Der bestimmte Kronprinz sitzt wegen Kontakten mit
Spanien im Gefängnis, die anderen Söhne sind Gouverneure
in Fes und Marrakesch.
In der Folge bricht Marokko auseinander (S.518), da ein
einheitlicher Beamten- und Verwaltungsapparat im Land
fehlt und die mögliche einende Kraft der Andalusier nach
Zanhaga und Westafrika deportiert wurden (S.519).
Ein Jahrhundert zentrale Regierung hat in Marokko nicht
ausgereicht, um den Zentralstaat emotional zu etablieren
(S.518-519).
1603
Tripolis: Erste Autonomie:
Ersetzung des türkischen Paschas durch einen örtlichen
Gouverneur
Kommandostruktur, Vergünstigungen, Verwaltung,
Sprache und Justiz bleiben osmanisch bestimmt. Eine
gewisse Autonomie als Regentschaft ist gegeben. Vorbild
ist Tunis von 1591 (S.523).
1604
Konstantinopel-Österreich:
Friedensschluss
Damit wird das Mittelmeer nun endgültige Grenze
zwischen der christlichen und muslimischen Zivilisation
(S.519).
ab 1605
Korsarenkrieg trotz
Friedensschlüssen - Ablenkung Reformationskriege
Der Krieg zwischen Fantasie-Christen und
Fantasie-Muslimen geht in kleiner Form mit Korsaren
weiter. Im Grossen sind die europäischen Staaten vor
allem mit der Glaubensspaltung und dem Massenrauch und
Massenmord an Indianerbevölkerungen in "Amerika"
beschäftigt.
Christliche Korsaren werden von Frankreich direkt oder
in Malta indirekt ausgerüstet, in Malta durch den
Johanniter- oder Malteserorden (S.520).
Anf. 17.Jh./ ab 1605 ca.
Maghreb: Technischer
Fortschritt im Schiffsbau produziert "Arbeitslose" -
englische und holländische Kapitäne betreiben
Piraterie (!)
Ab Ende der grossen muslimisch-christlichen Kriege
treten arbeitslose englische und holländische
Atlantikkapitäne in christliche und muslimische
Korsarenbünde ein und bringen Karavellen-Atlantikschiffe
mit ins Mittelmeer mit sturmfestem
Längen-Breitenverhältnis 4:1 gegenüber den
sturmanfälligen Galeeren mit bis zu 9:1
Längen-Breitenverhältnis (S.521).
Da nun auch Segel immer mehr Sklaven und Ruder ersetzen,
kommt es bei den Korsaren auch immer weniger zu
Rebellionen, und die Kaperzüge werden effektiver
(S.522).
In der Folge sind die Korsaren von Wetter und Jahreszeit
unabhängig (S.521-522) und neuartige Segel, die am
unteren Ende gerafft werden können, erlauben das Segeln
bei jeder Windstärke.
In der Folge dehnen die Korsaren ihre Kaperfahrten mit
den holländischen und englischen Kapitänen und den
sturmsicheren Schiffen vom Mittelmeer bis nach England,
Irland, Island und Neu-Schottland aus.
Da die "Rundschiffe" eine hochwertige Baukunst und
Erfahrung erfordern, haben die Korsaren sozusagen ein
Monopol im Mittelmeer auf diese Schiffe. Die
kombinierten Ruder- und Segelschiffflotten garantieren
den Korsaren das Überleben. Die wenigen Ruderer sind
auch keine Sklaven mehr. Bei all dem helfen die
holländischen und englischen "arbeitslosen" Kapitäne
(S.522).
1605-1750 ca.
Maghreb wird zum
Korsarenimperium wegen des Waffenmonopols
Die Janitscharen-Korsaren verstehen es, mit den
Schiffen und Waffen die Bevölkerung zu beherrschen, ohne
grosse Aufstände zu verursachen, mit Verbündeten in den
Stämmen des Hinterlandes, denen Steuerrechte abgetreten
werden (S.522).
Mischlingssöhne aus türkisch-berberischen Ehen,
sogenannte Quloglis/Kulogullari, nehmen die
Mittlerstellung in der Verwaltung, im Handwerke oder der
Landwirtschaft ein. Die Stärke der Korsaren ist nur mit
dem Feuerwaffenprivileg und dem Monopol im grossen
Schiffsbau möglich (S.523).
bis 1609
Spanien: muslimische
Bevölkerungszunahme als "Gefahr"
Die muslimische Bevölkerung Spaniens hat seit 1563
um 70 Prozent zugenommen. Die Gefahr einer muslimischen
Mehrheit besteht um das Ebro-Becken (S.322).
1609
Holland-Österreich:
Provisorischer Friede zwischen Holland und
Österreich-Habsburg
(S.519)
1609-1614
Spanien: Ausweisungsdekrete
der spanischen Krone gegen alle ansässigen
Fantasie-Muslime - Massenvertreibung
auch wenn sie bereits Spanisch sprechen. Alle müssen
nach Nordafrika auswandern (S.321).
1609/1610
Spanien: Vertreibung von
ca. 275’000 Morisken
nach Marokko, Algerien und Tunesien unter Philipp
III. Davon erreichen einige 1000 auch die Stadt Salé
(S.523). Die "Katholisierung" von Fantasie-Muslimen in
Spanien ist gescheitert (S.523-524).
1610
Spanien: Von den
Vertreibungen bleiben ca. 25’000 "Neukatholiken" im
Lande
(S.524)
Marokko/Salé: Die
angekommenen Morisken übernehmen die Macht
vom schwachen Lokalgouverneur und richten einen
Diwan ein mit Mitgliedern aus den drei Stadtteilen
Rabat, Salé und Zitadelle/Qasba (S.524).
1614
Spanien: Folgen der
Vertreibung
für Valencia gravierend, sonst unbedeutend. Es
bleiben Spanien arabische Bezeichnungen, geographische
Namen, arabisch-stämmige Wörter im Vokabular, und
arabische Bauten (S.322).
1622
Marokko-England: Tanger
wird englisch
Die Stadt gelangt als Brautgabe der spanischen
Königstochter Katharina unter die Herrschaft von Karl
II. von England (S.525).
1625
Maghreb: hohe
Korsarenbewaffnung
Algier und Tunis besitzen je sechs Galeeren und 60
bzw. 40 Segelschiffe mit 15 bis 60 Kanonen pro Schiff
und 30-40 Ruder, dazu Segelboote, die kleinsten mit 4
Kanonen. Die Flotten von Tripolis und Salé/Sala sind
kleiner (S.521).
1641
Marokko/Salé: Der Diwan
gelangt unter Einfluss eines Lokalheiligen aus dem
Religionszentrum Dila’ südlich von Fes
(S.524)
2.Hälfte 17. Jh./ 1650-1700
Algerien/Provinz Oran: der
"Heilige" Sidi Sayh
Im Süden der Provinz Oran wirkt der "Heilige" Sidi
Sayh, der schliesslich ein Religionszentrum gründet.
Seine Glaubensrichtung findet zahlreiche Anhänger
(S.556).
ab 1650
Maghreb: Kaperungen werden
immer schwieriger
weil die Handelsschiffe immer besser bewaffnet sind
(S.521).
ab 1650 ca.
Maghreb: Holz ist da, aber
keine Transportwege zur Verarbeitung - Exportprodukte
-- Eichen- und Kiefernholz ist im
Atlasgebirge und in der Kabylei viel vorhanden, aber der
Transport ist wegen fehlenden Strassen beinahe unmöglich
-- die Korsaren bevorzugen in der Folge importiertes
Holz.
Der Geldumlauf besteht nicht mehr aus afrikanischen
Goldmünzen, sondern aus Silbermünzen aus Silber der
spanische Sklavenkolonien (S.527).
Exportprodukte des Maghreb
das afrikanische Gold wird im Maghreb selbst zu
Schmuck verarbeitet, der in Palästina und Ägypten Absatz
findet
-- zudem Lederwaren aus Marokko und Filzwaren aus Tunis
für den Export nach Palästina/Ägypten
-- Getreide und Olivenöl wird mit Silbergeld abgerechnet
(S.527).
Maghreb: Soldzahlung in
Geld - Marktstruktur: keine Lehen- oder Steuervergaben
mehr - fehlende Transportwege
Die Soldbezahlung erfolgt in Silbergeld. Keine
Lehen- oder Steuerrechtsvergabe mehr.
Im inneren Handel tauschen die Nomaden auf den Märkten
Datteln und Tiere gegen Getreide und Olivenöl. Die
Bauern der Küstenebene haben ökonomische Selbständigkeit
durch Eigenwirtschaft (S.527).
Der Staat gibt Finanzhilfe für Investitionen. Dadurch
erlangt der Staat erste Kompetenzen zur Koordination der
Wirtschaft (S.528).
Die Nomaden, Oasen- und Bergbewohner und Städter müssen
ihre Produkte auf Märkten eintauschen (S.527), wobei die
Märkte nicht miteinander in Kontakt stehen. So können
die Preisunterschiede für dasselbe Produkt gewaltig
sein. Die Verzerrung der Preise ist üblich und der Markt
uneinheitlich wegen fehlender schneller Transportwege
(S.528).
1655 ca. - 1666
Marokko: Die ‘Alawiden
beginnen mit der Wiedervereinigung des Landes
von Südosten von Tafilalt her (S.518, 524).
1659
Marokko: Dynastie der
‘Alawiden
(S.518)
Tunis: Erste Autonomie:
Ersetzung des türkischen Paschas durch einen örtlichen
Gouverneur
Kommandostruktur, Vergünstigungen, Verwaltung,
Sprache und Justiz bleiben osmanisch bestimmt. Eine
gewisse Autonomie als Regentschaft ist gegeben. Vorbild
ist Tunis von 1591.
Damit ist der ganze Maghreb zu osmanischen
Regentschaften geworden und keine direkten osmanischen
Provinzen mehr (S.523).
um 1660
Waffentechnik: Einführung
des Stein- oder Flintenschlosses
so dass der Kammermechanismus zuverlässiger
wird.(S.520)
1666-1672
Marokko: Sultanat Mulay
ar-Rasid
haben keinen besonderen Stammesrückhalt.
->> das Sultanat behilft sich mit gemischten
Truppen aus Ma ‘qil und anderen arabischen und
berberischen Einheiten sowie Infanteristen aus den
Städten
->> die Stämme stellen die meisten Truppen und
erhalten Steuerprivilegien, aber die Rekrutierung ist
kompliziert, denn bei jeder Mobilisierung gibt es Stämme
oder Städte, die ihre Kontingente verweigern
->> somit ist es beinahe unmöglich, zur
Niederschlagung von Stammesrevolten Truppen zu finden
(S.524).
1668
Marokko/Salé: gerät unter
die Regierung des Sultans Mulay ar-Rasid der
‘Alawidendynastie
Er lässt die Korsaren mit ihren Raubzügen weiter
gewähren und beteiligt sich an der Ausrüstung der
Piratenschiffe (S.524).
ab 1670 ca.
Maghreb-Piraterie lässt
nach
Die Korsarenpiraterie lässt stark nach, so dass in
Tunis und Tripolis auch zivile Leute in den
Diwanen/Räten Platz finden (S.523).
1672-1727
Marokko: Tod von Sultan
Mulayar-Rasid - Nachfolger: Mulay Isma ‘il -
Schwarzentruppen "Schwarze Garden"
Marokko rekrutiert Schwarze für die Armee - ob
Sklaven oder Freie spielt keine Rolle - mit Bezug auf
Präzedenzfälle bei den Sa ‘diern und bei den Fatimiden
in Ägypten. Die Schwarzen werden aus Städten und vom
Land geholt (S.524) und dort von einem Agenten von den
Besitzern abgekauft (S.524-525).
Junge schwarze Sklaven kommen in Meknes in die
Handwerkslehre und dann zur Schiess- und Reitausbildung,
danach werden sie mit einem Mädchen verheiratet und
sollen von nun an die "Schwarzen Garden" bilden. In der
Folge entsteht im Untergrund Marokkos schnell Widerstand
gegen diese "Schwarzen Garden" (S.525).
ab 1675 ca.
Marokko: Sklavensoldaten
"Schwarze Garden": Einsatz im Garnisonsdienst
in den Städten und Qasbas, um die vielfältigen
Stämme zu beherrschen.
(S.525)
ab 1680
Marokko: Die "Schwarzen
Garden" Marokkos sind die ersten mit Gewehr
ausgestatteten Kavalleristen
(S.531)
ab 1680 ca.
Waffenentwicklung:
leichtere Musketen
Die Musketen werden so leicht, dass man sie auf
Pferden mittragen kann (S.531).
1681-1689
Marokko: Angriffe gegen
spanische und englische Festungen im Land
Sultan Mulay Isma ‘il beginnt, die spanischen
Festungen und die englisch verwaltete Stadt Tanger
anzugreifen. Es ist "sein Dschihad" (S.525).
1689
Marokko: Vertreibung der
spanischen Truppen aus den Festungen al-Mahdiyya und
Larache/al-’Ara’is und Vertreibung der englischen
Verwaltung aus Tanger
Damit ist das Fundament für einen formellen
Einheitsstaat geschaffen. Aber der schwelende Widerstand
gegen die "Schwarzen Garden" ist stärker. Der
Religionsgelehrte in Fes, Scheich Gassus, propagiert:
-- Sultan Mulay Isma ‘il habe freie Fantasie-Muslime
versklavt
-- Sultan Mulay Isma ‘il habe Sklaven im "heiligen
Krieg" eingesetzt (S.525).
Scheich al-Hasan b. Mas ‘ud al-Yusi (gest. 1691) aus dem
Mittleren Atlas bei Sefrou propagiert:
-- die Stammesbevölkerung sei entwaffnet
-- die Stämme können gar nicht mehr am Dschihad
teilnehmen (S.525).
In der Folge finden Gassus und Scheich al-Hasan mehr
Gehör beim Volk als die Überlegungen des Sultans (S.525)
[und das halbe Land wartet auf den Tod von Sultan Mulay
Isma ‘il, um dann wieder loszuschlagen].
bis 18. Jh./ bis 1700
Maghreb: Steuersystem für
Bauern: Geld- und Naturalien
Die Bauern müssen ihre Steuern in einem Geld- und
Naturalienanteil entrichten, wobei der Naturalienanteil
die Versorgung des Herrscherhauses und der Armee
sicherstellen soll.
(S.528)
1700
Maghreb: Es kommt immer
noch zu Kaperungen zwischen Fantasie-Christen und
Fantasie-Muslimen
weil sich für einzelne Länder die Kaperung immer
noch lohnt und ein legaler Handel weniger lohnend wäre
(S.521).
ab 1700 ca.
Maghreb: Die Stämme
bewaffnen sich mit Musketen - Marokko: Bürgerwehren
Die verschiedenen Stämme finden Wege, die leichten
Musketen zu kaufen. Gleichzeitig werden viele kleine
Waffenschmieden bis in die hohen Täler hinauf
angesiedelt.
In Marokkos Städten werden Bürgerwehren gegründet, die
oft die Handwerkerschichten vertreten und diesbezügliche
Aufstände organisieren (S.531).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1702-1705
Tunesien: Pestepidemie
ohne Quarantäne, aber auch ohne grosse
demographische Veränderungen wegen hoher Geburtenrate
(S.529)
1705
Tunis: Gründung einer
erblichen Bey-Dynastie der "Husayniden"
Der Kampf zwischen den Kapitänen im Diwan/Rat wird
so gering, dass Zivilisten mehr das Sagen haben (S.523).
18. Jh./ ab 1705 ca.
Tunesien: wirtschaftliches
Wachstum durch hohe Geburtenrate
(S.529)
ab 18. Jh./ ab 1705 ca.
Maghreb: Erhöhung des
Naturalienanteils bei der Bauernsteuer für den Export
nach Europa - Beys werden Grosskapitalisten
Der Naturalienanteil bei der Bauernsteuer wird
erheblich erhöht und die überschüssigen Mengen von den
Janitscharen und Beys gegen Bargeld an die Vertreter der
französischen Afrikakompanie verkauft. Die Bauern werden
an besten Gütern angesiedelt und müssen unter Aufsicht
produzieren. Beys und Janitscharen werden zu
koordinierenden Grosskapitalisten (S.528).
Die Beys gehen sogar so weit, die Ländereien temporär an
die meistbietenden Bauern zu versteigern. Die Ländereien
werden von Landarbeitern bewirtschaftet und die Pacht in
Naturalien an den Bey bezahlt. Je nach Regen schwanken
die Ernten (S.529).
In Algerien verkaufen die Beduinen eigenmächtig an
französische und italienische Getreidehändler. Auf
Olivenöl haben die algerischen Beys ein Monopol (S.530).
1711
Libyen/Tripolis: Gründung
einer erblichen Bey-Dynastie der "Qaramanlis"
Der Kampf zwischen den Kapitänen im Diwan/Rat wird
auch dort so gering, dass Zivilisten mehr das Sagen
haben (S.523).
1720
Frankreich: letzte
Pestepidemie, Bekämpfung durch Quarantäne
(S.529)
ab 1720 ca.
Handel zwischen Maghreb und
Holland/England
Maghreb:
-- Import von Textilien (S.526)
-- Import von mechanischen Produkten, v.a. die von den
Janitscharen geschätzten Uhren
-- Schwarzhandel mit englischen Waffen und Bauholz
(S.527).
Frankreich-Maghreb:
"führende" französische Handelsposition
Frankreich beginnt, sich im Handel zwischen Maghreb
und den europäischen Staaten in eine "führende" Position
zu drängen:
-- gründen Niederlassungen im Maghreb zum Einkauf von
Getreide, Wolle, Leder, Olivenöl und Wachs zur
Verarbeitung in der Provence und im Languedoc
-- zum Verkauf von speziellen Stoffen
-- stellen die Transportschiffe für den Handel zwischen
dem Maghreb und Palästina/Ägypten: Transport von
Gewürzen, Färbemittel und Seite
-- stellen die Transportschiffe für den Handel zwischen
dem Maghreb und Spanien: Transport von feiner spanischer
Wolle für Tunis’ Mützen- und Hutindustrie (S.526).
1727
Marokko: Tod von Sultan
Mulay Isma ‘il - Kampf um die Nachfolge
Die "Schwarzen Garden" schrumpfen rasch und die
traditionell privilegierten Stämme kehren an ihre alten
Herrschaftspositionen zurück. Marokko bleibt ein
dezentrales Land.(S.525)
ab 1727
Marokko: ‘Alawidendynastie kehrt zum System der
Stammestruppen zurück
-- die "Schwarzen Garden" werden abgeschafft
-- Ansiedlung der Stammestruppen zwischen Tanger und Fes
und bei Meknes, Rabat und Marrakesch, mit Lehen und
Steuerbefreiung, leisten Militär- und Garnisonsdienst,
sind mehrere 1000 Soldaten der Kavallerie im Nebenberuf
-- prominente Stammesfamilien stellen das
Verwaltungspersonal am Sultanhof, mit häufigen Ehen
zwischen Sultan und den Töchtern der Stammesfamilien.
Die Verwaltung kommt auf ca. 50 Beamte. Mehr ist nicht
finanzierbar (S.534).
-- die Stammesführer müssen jeweils die Steuern für
einen Stamm abliefern (S.535)
-- die Verwaltung ist so klein, dass sie nur die
Küstenebene und die angrenzenden Hügelländer beherrscht
(S.537).
Südmarokko: Faktor
Karawanen
Im Süden Marokkos herrschen autonome Stämme, die
wegen der Karawanen, die in den Gebirgen Südmarokkos
bestimmte Pässe passieren müssen, den Staat erpressen
können. Der Sultan muss den Stammesführern zum Teil mehr
Geschenke machen, als er an Steuern wieder hereinbekommt
(S.535).
Nordmarokko: Faktor Clans
In Nord-Marokko herrscht eine "kontrollierte
Anarchie". Der Sultan hat keine Autorität. Die
Gesellschaft gliedert sich in die Hierarchie
Familie-Clan-Stammesoberhaupt. Im Inneren erfolgt die
Spaltung, bei Bedrohung von aussen aber immer ein
Bündnis. Dadurch kommt es trotz Fehden nie zu einem
Chaos (S.535).
Vorherrschende Werte der "kontrollierten Anarchie" im
östlichen Hohen Atlas und im Rif-Gebirge sind Ehre und
Status, nicht die Produktion. Es ist ein ethnologischer
Vorgang, der Marktwirtschaft beinahe unmöglich macht
(S.536). Die Stammesführer selber werden zu Randfiguren
(S.535).
In ganz Marokko und im ganzen Maghreb existieren
Vermittler zwischen Stämmen und Sultanshof, die
"Heiligen". Sie hüten Religionszentren oder
Heiligengräber, lehren einen zumeist von den Lehren des
Mystikers Abu l-Hasan ‘Ali as-Sadili (gest. 1258)
abgeleiteten Fantasie-Islam, wobei Varianten und Zusätze
existieren, die einander konkurrieren.
In Marokko sind es ca. 500’000 praktizierende Anhänger
der verschiedenen "Heiligen" (S.536).
1737
Maghreb: kaum noch
Korsarenbewaffnung
Die Flotte von Algier umfasst noch acht Segelschiffe
mit 8-10 Kanonen und 9 Ruderbooten. In Tunis, Tripolis
und Salé liegen nur wenige Schiffe (S.521).
[Der Vergleich mit 1625 ist frappant].
1740er Jahre
Maghreb: Auflebendes
osmanisches Korsarentum gegen spanische und
italienische Küsten
weil die christlichen Korsaren von Frankreich nicht
unterstützt werden und auf Malta inaktiv sind (S.521).
1741
Frankreich: Gründung der
"Königlichen Afrikakompanie"
-- mit Investitionskapital aus Paris mit
Geschäftssitz in Marseille
-- für den Abbau von Korallen vor Ostalgerien für
Schmuckmode in Frankreich und Italien sowie den Import
von landwirtschaftlichen Produkten (S.526).
1743
Italien: letzte
Pestepidemie, Bekämpfung durch Quarantäne
(S.529)
2. Hälfte 18. Jh./ 1.Hälfte 19 .Jh./ ab 1750 ca.
Maghreb: Heiligenzentren
mit Zentralisationstendenzen - Kontakte zu den
Wahhabiten
-- mit religiösen Scheichs, die eine Weltmission
ihrer Version des Glaubens anstreben, z.B. Tiganiyya in
Westalgerien und die Sanusiyya in der
Cyrenaika/Ostlibyen, die eine wesentlich straffere
Organisation aufweisen als die Konkurrenten
-- mit Kontakten zu den Wahhabiten in Zentralarabien und
mit Versuchen, für alle islamischen Länder eine zentrale
Regierung zu etablieren (S.536).
ab 1750
Marokko: Korsaren stellen
mehr und mehr auf legalen Handel um
(S.525). Manchmal werden muslimische Schiffe in
christlichen Häfen beraubt oder umgekehrt, oder es
werden immer noch Kapitäne als Geiseln genommen. Die
"alte Gewohnheit" der Kaperung bricht immer noch durch
(S.526).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1753-1774
Tunesien: hervorragende
Ernten
(S.529)
1760
Maghreb: Auflebendes
osmanisches Korsarentum gegen spanische und
italienische Küsten
weil die christlichen Korsaren von Frankreich nicht
unterstützt werden und auf Malta inaktiv sind (S.521).
ab 1760 ca.
Maghreb: Marktkoordination
mit Europa - Beys werden Grosskapitalisten
Die Regentschaften des Maghreb sind fähig, Märkte zu
koordinieren. Wechselwirkungen der Märkte kommen durch
entwickelte Transporttechnologien zustande.
Die Beys der Kabylei in Ostalgerien steigen vom blossen
Provinzverwalter zum Wirtschaftsunternehmer auf, indem
sie den Weizen- und Gerstenanbau immer mehr unter ihre
Kontrolle bringen (S.528).
1774-1810
Tunesien: stagnierende
Ernten und Inflation
infolge der stagnierenden Ernten: Verfünffachung der
Landwirtschaftspreise (S.529).
1784/1785
Tunesien: Pestepidemie
ohne Quarantäne, aber auch ohne grosse
demographische Veränderungen wegen hoher Geburtenrate
(S.529.
1789-1815
Maghreb: Auflebendes
osmanisches Korsarentum gegen spanische und
italienische Küstenweil die christlichen Korsaren
von Frankreich nicht unterstützt werden und auf Malta
inaktiv sind (S.521).
Ende 18. Jh./ 1790 ca.
Algerien/Kabylei:
Aufrüstung: Ausbreitung der Musketenmanufaktur
an der Ostküste Algeriens zwischen Algier und Tunis
(S.527.
1792-1822
Marokko: Sultan Mulay
Sulayman
(S.524)
Ende 18. Jh./ 1795 ca.
Maghreb: kaum
Rationalisierung in der Landwirtschaft
Auf dem Land wird nicht rationalisiert.
Arbeitssparende Methoden werden nicht angewandt. Der
hohe Einsatz bei der Landwirtschaft bleibt trotz
erhöhter Anbaufläche erhalten und wird von der
wachsenden Bevölkerung geleistet. Die Bevölkerung und
die Wirtschaft bleibt wegen der niedrigen Effizienz der
Geräte und Methoden kapitalschwach. Die Traditionen
überleben dennoch, denn die Menschen leben von der
Eigenwirtschaft (S.530).
Anfang 19. Jh./ 1800 ca.
Maghreb: Das Waffenmonopol
der Janitscharen ist endgültig überall gebrochen
(S.531)
ab 1805 ca.
Europa: "Industrielle
Revolution" schafft in Europa ein gestärktes
wirtschaftliches Potential
(S.532). Für die Maghreb-Staaten sind die grossen
Investitionen für eine "Industrielle Revolution"
unerschwinglich (S.531).
1810-1840
Tunesien: schlechte Ernten
(S.529)
"Industrielle
Revolution": Dampfmaschinentechnik und
Waffenentwicklung als Trauma für Afrika
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
Zusammenfassung
Der ganze Maghreb, der von den Grosskapitalisten
beherrscht wird, kommt mit der "industriellen
Revolution" in ein riesiges Trauma. Europa wird nicht
nur waffenmässig, sondern auch auf allen anderen
Gebieten technisch überlegen und derart "andersartig",
dass sich auf afrikanischer Seite eine Verweigerung
einstellt, um die Identität zu bewahren, und auf der
europäischen Seite - vor allem Frankreich - eine
Überheblichkeit zeigt, die am Ende zu einer Behandlung
der Berber als rechtlose Masse führt.
Statt zusammen die Welt mit Vernunft und Austausch zu
gestalten, beginnt das französische Militär mit Duldung
der französischen Regierungen, Algerien, Tunesien und
Marokko als "Siedler"-Kolonien zu verwalten und die
einheimische Bevölkerung systematisch zu diskriminieren.
Das italienische Kolonialvorhaben in Libyen dauert
dagegen nicht sehr lang. Strassen- und Eisenbahnnetze
werden nur für die Siedler gebaut. Als Vervollständigung
des französischen Kolonialismus-, Dampfmaschinen- und
Profitwahns werden im Maghreb französische Gymnasien
eingerichtet und Aufstände mit brutalen Bestrafungen und
Enteignungen "geahndet".
Die Berber werden in die Verarmung gezwungen oder gehen
zum Teil nach Frankreich, um dort - widerwillig - zu
überleben. Gleichzeitig teilt Frankreich mit England den
Maghreb auf, so wie 1493 die Welt zwischen Portugal und
Spanien aufgeteilt worden war. In der Folge werden die
Maghreb-Bevölkerung und die Widerstandsführer anfällig
für eine "Erneuerung" des Fantasie-Islam als Reaktion
auf den christlichen Rassismus der französischen und
italienischen Verwaltungen.
Chronologie (Fortsetzung)
Marokko in
der Konfrontation mit der "industriellen Revolution"
und Europa 1810-1914
1818
Marokko: Verbot der
Piraterie
Sultan Mulay Sulayman wird auf europäischen Druck
gezwungen, die Korsaren-Piraterie zu verbieten (S.524).
1822-1859
Marokko: Sultan Mulay ‘Abd
ar-Rahman
(S.537)
1.Hälfte 19. Jh./ 1825 ca.
Maghreb: Bevölkerungszahlen
im Vergleich mit England - Maghreb "braucht keine"
"industrielle Revolution"
-- Marokko: ca. 3,5 Mio. Einwohner, davon 200’000 in
Städten. Fes: ca. 100’000 (S.532)
-- Algerien: ca. 1,5 Mio. Einwohner, davon unter 100’000
in Städten (S.532-533)
-- Libyen: ca. 400’000 Einwohner, davon ca. 70’000 in
Städten
-- Tunesien: unter 1Mio. Einwohner, davon 200’000 in
Städten. Tunis: ca. 100’000. Insgesamt 21 Städte über
2000 Einwohner (S.533).
Vergleich: England: ist doppelt so gross wie Tunesien:
500 Städte über 2000 Einwohner
-- baut dichtes Transportwesen auf
-- die Dörfer bekommen leichten Zugang zu den
städtischen Märkten
-- die Bauern können städtische Waren wie Textilien und
Maschinen in der Stadt leicht kaufen und verlieren keine
Zeit mit dem Eigenbau (S.533).
Der Maghreb hat spirituell und bevölkerungsmässig keine
Chance zur Gegenwehr gegen das industrialisierte Europa:
-- baut kaum ein Transportwesen auf, so dass die Dörfer
keinen Marktzugang zu den Städten besitzen
-- die Bauern können kaum städtisch produzierte Waren
wie Textilien und Maschinen kaufen
-- die Bauern müssen ihre Geräte selber entwickeln und
herstellen, verlieren dadurch sehr viel Zeit und Gewinn
-- die Nachfrage nach Maschinen allgemein bleibt dadurch
niedrig und der Handel von Maschinen unterentwickelt
-- ein Bevölkerungsdruck zu den Städten ist auch nicht
da, so dass die Verbindungen im Maghreb wichtiger würden
-- die Eigenwirtschaft reicht immer noch aus (S.533).
->> deswegen kommt es in Europa zur
"Industrialisierung" und zur grossen Kapitalanhäufung
und im Maghreb nicht
->> die Politik im Maghreb baut allenfalls ein
paar Strassen und Telegraphenverbindungen zum sichereren
und schnelleren Transport der Steuereinnahmen (S.533),
was auch die Gehaltsauszahlungen regelmässiger werden
lässt. Die Präzision und Beamtenapparate sind mit
denjenigen in Europa jedoch nicht vergleichbar (S.534).
1827
Sieg von England und
Frankreich gegen die osmanische Flotte bei Navarino
(S.542)
Waffenentwicklung:
Entwicklung der Zündpatrone
mit Zündmasse, Pulver und Geschoss. Somit sind
Kriege nun auch bei Regen und Nässe führbar (S.531).
ab 1827
Europa: Neue Kriege durch
neue europäische Waffen: Europa unterwirft sich die
Welt
Es kommt zu neuen Kriegen mit neuen Waffen in Europa
und in der ganzen Welt. Die unbewaffneten Völker in der
Welt werden immer mehr bedrängt und versklavt (S.532).
5.7.1830
Algier französisch besetzt
(S.552)
1830
Algerien/Marokko: Absetzung
des Bey von Oran - Marokko und Frankreich streiten um
Oran
Franzosen und Marokko konkurrieren um die Besetzung
West-Algeriens. Zur "Sicherheit" schliesst ein
französischer General einen Vertrag mit dem Sohn des
marokkanischen Emirs Muhyi add-in, ‘Abd al-Qadir, ab.
Man versichert sich gegenseitig "konsularische
Beziehungen" (S.553).
1831 ca.
Frankreich: Algier bleibt
besetzt - Franzosen, Marokko und Widerstand wollen
Oran
Die Regierung Louis-Philippe entscheidet endgültig,
Algier zu behalten. Westalgerien mit Oran wird von drei
Seiten begehrt: von Frankreich, dem Algerierführer Ahmad
und Marokko mit Truppen unter ‘Abd al-Qadir, dem
Emirsohn. Alle drei Seiten rüsten auf, um Oran zu
besetzen (S.553).
1832
Marokko-Frankreich: Vertrag
über Gewehrlieferungen an Marokko
Muhyi ad-din, Stellvertreter und Emir des Sultans
von Marokko und Leiter eines Religionszentrums in
Westalgerien, kann mit der französischen Seite einen
Vertrag über Gewehrlieferungen abschliessen. Er
spekuliert mit einer marokkanischen Besetzung
Westalgeriens, der Provinz Oran (S.554).
ab 1832
Algerien: Widerstand:
Beginn des Kampfes gegen Frankreich unter Ahmad, ein
Bey von Constantine
(S.553)
1832-1840
Marokko-Algerien:
Marokkanische Armee
Dem Emir ‘Abd al-Qadir gelingt die Aufstellung von
knapp 10’000 Soldaten, mit offiziell gekauften
französischen und geschmuggelten englischen Gewehren
ausgerüstet, ca. 20 Kanonen und 54’000 Reiter
Stammestruppen, obwohl der Staatsschatz nur 1,5 Mio.
Franken und ein paar Getreidesilos beträgt. Aufbau von
Fabriken, auch für Weberei und Waffen. Marokko gelingt
somit der "Anschluss" an die europäische
Waffentechnologie (S.554).
1835
Waffenentwicklung:
Erfindung des "Hinterladers"
durch den Preussen Nikolaus von Dreyse. Für die
europäischen Militärs beginnt damit "ein neues
Zeitalter". Schiessen ist nun auch im Liegen oder vom
Pferd aus möglich (S.531).
1836
Algerien: Französische
Belagerung von Constantine wird vom Widerstand unter
Ahmad abgewehrt
(S.553)
1837
Algerien-Marokko:
Grenzvertrag von Tafna - französische Besetzung von
Constantine
Dem Emirsohn ‘Abd al-Qadir gelingt der Vertrag von
Tagna, der die französischen Grenzen festlegt. Ahmad und
der algerische Widerstand bleiben unerwähnt. Somit soll
Ostalgerien mit Oran marokkanisches Gebiet sein.
Noch im selben Jahr gelingt französischen Truppen die
Besetzung von Constantine im zweiten Anlauf (S.553) und
zwingen den algerischen Widerstand unter Bey Ahmad zum
Rückzug in den Süden (S.553-554).
Ahmad ist so stolz, dass er sich nicht mit Marokko gegen
die Franzosen verbündet, was wieder den Franzosen
entgegenkommt.
Marokkos Truppen bemühen sich in der Folge allein um
Vorstösse gegen die Franzosen, die alle abgewehrt werden
(S.554).
Mai 1840
Frankreich: Französischer
Militärplan zur vollen Besetzung von Algerien
verfochten von General Bugeaud. Er "bearbeitet" die
französische Regierung in seinem Sinn (S.554).
Dez 1840
Algerien/Marokko: General
Bugeaud wird zum Gouverneur über Algerien ernannt, das
noch gar nicht französisch istDer Widerstand der
französischen Regierung gegen eine weitere Expansion in
Algerien ist gebrochen. Planung der Besetzung
Westalgeriens gegen Marokko (S.554).
1841-1847
Marokko verteidigt
Westalgerien
Marokko kann Westalgerien unter Wesir ‘Abd al-Qadir
gegen die französische aggressive Armee verteidigen
(S.554).
1842 ca.
Marokko-Algerien: Planung
der Invasion in Algerien gegen die brutalen
französischen Militärs
Sultan ‘Abd ar-Rahman plant mit Unterstützung des
algerischen Emirs Abd al-Qadir eine Invasion gegen die
brutalen französischen Militärs in Algerien (S.537).
1844
Marokko-Algerien:
Marokkanische Invasion misslingt
Französischer Sieg gegen Marokkos Regierungsarmee
unter Mulay ‘Abd ar-Rahman (S.537).
ab 1844
Marokko: Versuch der
Aufrüstung mit europäischen Offizieren als Ausbilder:
Fehlschlag
Sultan ‘Abd ar-Rahman rekrutiert eine Infanterie und
eine Artillerie von ca. 7000 Soldaten aus der
Bevölkerung und lässt sie von europäischen Offizieren
ausbilden. Die 7000 werden aber keine schlagkräftige
Truppe und "versagen" sogar bei der "Lösung" innerer
marokkanischer Konflikte.
Die mehreren 10’000 Mann Stammesreiter verweigern dem
Sultan den Dienst (S.537).
Okt 1847 ca.
Marokko: Der Sultan lässt
den Wesir ‘Abd al-Qadir in Westalgerien "im Stich"
(S.554)
23.10.1847
Westalgerien: Sieg des
französischen Heeres gegen Marokko
Vertreibung der Marokkaner (S.554).
ab 2.Hälfte 19. Jh./ ab 1850 ca.
Süd-Marokko: Handel und
Waffenimporte am Sultan vorbei
Bestimmten Stammesfamilien in Süd-Marokko wie den
Glawis, Mtuggis und Gundafis gelingt es,
Handelsgeschäfte am Sultan vorbei aufzuziehen. Sie
tauschen Leder und Wolle gegen europäische moderne
Waffen und Gebrauchsgüter und werden so zu Konkurrenten
der Sultane in Marrakesch. Die Verwaltung in Marokko hat
die finanziellen Mittel zur Kontrolle der Stämme nicht
(S.535).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1856-1861
Marokko: "Handelsverträge"
im "Sinne der Europäer"
Marokko schliesst Handelsverträge mit europäischen
Staaten ab:
-- die die Monopole des Sultans reduzieren
-- die europäischen Landkauf in Marokko zulassen
-- die Europäer in den Küstenstädten werden von allen
nicht-kommerziellen Steuern befreit
-- die Europäer in den Küstenstädten werden von der
Justiz des Sultans ausgenommen
->> ist "Liberalisierung" in europäischem Sinn
->> der Sultan büsst beträchtliche Steuereinnahmen
ein und sein ohnehin schwacher Staatsapparat ist weiter
geschwächt
->> die Verkehrswege fehlen weiterhin und eine
Exportproduktion ins Landesinnern findet nicht statt, so
dass das Handelsdefizit stetig zunimmt (S.540).
1859-1873
Marokko: Sultan Mulay
[Fantasie]-Muhammad
(S.537)
ab 1859
Marokko: Neue Waffen aus
Europa - eigene Waffenfabriken - Anlage von Plantagen
und Maschinenkäufe - keine Verkehrswege
(S.537-538)
-- Marokko kauft neue europäische Waffen und lässt eine
Fabrik für Artilleriegeschosse in Marrakesch und eine
für Gewehre in Fes bauen. Ausserdem Kauf von sechs
europäischen Kriegsdampfern und Errichtung moderner
Verteidigungsbatterien an der Küste
-- industrielle Investitionen wie Rohrzucker- und
Baumwollplantagen, Dampfmühlen, Druckereien und
Bergwerke
-- nur: Die Verkehrswege für schnellen Massentransport
werden nicht erstellt, so dass die Transporte auf
Pferden und Eseln unerschwinglich bleiben und der
Transport einer Tonne Wolle von Marrakesch zum nächsten
Hafen Essaouira z.B. mehr kostet - 92 Franken - als der
Schiffstransport von Essaouira nach Marseille: 88
Franken
-- die Landwirtschaft ist weiter auf die Provinz
beschränkt und bleibt unentwickelt. Die Selbstproduktion
bleibt ohne äussere Impulse bestehen. Die Städte an der
Küste haben derweil Zulauf aus dem Land. Insgesamt
verdoppelt sich die Zahl der Küstenbewohner bei nur
geringer europäischer Einwanderung (S.538).
Die Preisverzerrungen der Märkte in Marokko bleiben
durch die fehlenden Verbindungen erhalten, sowohl in
Küstenstädten wie auf dem Land (S.540).
1859/1860
Spanisch-marokkanischer
Krieg
(S.540)
1860er Jahre
Waffenentwicklung:
Ausbreitung des Hinterladers
über ganz Europa und in die Kolonien und Indianergebiete
(S.531).
1864
Marokko: Sultan Mulay
Hasan: nimmt bei England eine Anleihe auf zur
Begleichung spanischer Reparationsforderungen
(S.540)
1870/1871
Waffenentwicklung:
Entwicklung des Mehrfachladers und des
Repetiergewehrs" sowie der "selbstspannenden Mauser"
Der Vorderlader ist endgültig out (S.531).
1873-1894
Marokko: Sultan Hasan
(S.537)
1878-1900
Marokko: Handelsdefizit
nimmt um jährlich 4 Millionen Franken zu
Es werden neue moderne Waffen angeschafft. Sonstige
teure Reformen werden vermieden. Gleichzeitig muss die
englische Anleihe zurückbezahlt werden (S.540).
1880er Jahre
Marokko: Die europäischen
"Konsuln" streben in Marokko nach noch mehr
"Liberalisierung" des Marktes
(S.540)
ab 1880er Jahre?
Marokko: Einrichtung der
Collèges Franco-Musulmans
in Fes, Rabat, Khemisset, Marrakesch und Azrou mit
gemischtem französisch-arabischem Unterricht.
Einrichtung französischer Gymnasien (S.577).
1881
Frankreich: Annexion
Tunesiens
mit grosser waffenmässigen Überlegenheit, geht viel
schneller als noch die Besetzung Algeriens (S.532).
Deutschland hält sich zurück (S.541).
1894-1900
Marokko: Tod von Sultan
Mulay Hasan - Regent Si Ahmad b. Musa
regiert für den minderjährigen Tronfolger ‘Abd
al-’Aziz, verweigert wie Sultan Mulay Hasan alle
Reformen der Infrastruktur. Der Staat ist insolvent
geworden (S.540).
1894-1897
Marokko: Aufstände
Regent Si Ahmad b. Musa muss gefährliche
Stammesrevolten niederwerfen (S.540).
ab 1897
Marokko: das "Pulverfass"
soll ohne Strassen und ohne Eisenbahn bleiben
Regent Si Ahmad b. Musa lässt einen Bau einer
Infrastruktur u.a. auch deswegen nicht zu, da die Kräfte
im Land unkontrollierbar würden, wenn Strassen und
Eisenbahnen zur Verfügung ständen. Eine schlechte
Infrastruktur ist für ihn eine Sicherheitsgarantie für
den Staat (!) (S.540).
Ende 19. Jh.
Waffenentwicklung: Waffen
werden nicht mehr von Handwerkern, sondern von
Ingenieuren konstruiert
(S.531)
ab Frühjahr 1900
Marokko: Invasionen von
französischen und spanischen Armeen - fehlende
Strassen als Schutz gegen europäische Armeen
-- französische Truppen beginnen, Wüstengebiete im
Südosten Marokkos zu annektieren
-- spanische Truppen beginnen in Mauretanien, von
Marokko beanspruchtes Gebiet zu annektieren.
Die Armeen der beiden "Mächte" kommen aber nicht weit,
weil keine Infrastruktur zur Verfügung steht. Also ist
die fehlende Infrastruktur auch ein Schutz gegen
europäische Invasionen, die auf Strassen leicht
durchgeführt werden könnten (S.540).
1900-1907
Marokko: Tod von Regent Si
Ahmad b. Musa - Amtsantritt von Tronfolger ‘Abd
al-’Aziz
widersetzt sich wie sein Vorgänger allen Reformen
bei der Infrastruktur (S.540).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1903-1907
Marokko: sogenannte
"chaotische Jahre"
(S.540-541)
ab 1903
Marokko: Das Werk
"europäischer Handlungsreisender": Korruption
Europäische "Handlungsreisende" machen sich die
nationalistischen diplomatischen Vertretungen ihrer
jeweiligen Länder in Marokko zu Nutze, die gegen
Schmiergeld alles für sie tun und die ganze
marokkanische Gesellschaft ebenfalls mit Korruption
untergraben (S.540-541) mit engen "Verbindungen" zu den
Stammesführern Nordmarokkos, die die
Infrastrkturreformen nun plötzlich "befürworten"
(S.541).
Die Destabilisierung führt in eine Rebellion des
Nordostens unter Buttimara und zu Stammesrebellionen
gegen den Eisenbahnbau zwischen Casablanca und einem
Steinbruch:
-- die Eisenbahnlinie wird zerstört
-- statt sich zurückzuziehen, lassen die französischen
Bauherren die französische Marine ins Land
-- es folgt eine Rebellion unter dem Sultanbruder ‘Abd
al-Hafiz im Süden Marokkos. Er lässt sich von den
Religionsgelehrten von Fes zum neuen Sultan ausrufen
(S.541).
1904
Frankreich/England:
"Entente Cordiale" - Frankreich/Spanien: Aufteilung
Marokkos
-- "Entente Cordiale": zur Aufteilung der
"Einflusssphären" Maghreb und Ägypten
-- Einigung zwischen Frankreich und Spanien auf eine
Aufteilung Marokkos in eine nördlich-spanische und eine
südlich-französische Zone (S.541).
1906
Konferenz von Algeciras:
Deutschland fordert vergeblich ein neutrales Marokko
Deutschland fordert eine internationale Kontrolle
über Marokko, Frankreich und Spanien dagegen eine
französische. Deutschland argumentiert, es habe in
Marokko etwa so viel in die Infrastruktur investiert wie
Frankreich, sei aber politisch weit weniger engagiert.
Frankreich dominiert an der Konferenz und setzt seine
Vorstellung über Marokko durch (S.541).
1909
Marokko: Sturz des Sultans
durch den südmarokkanischen Stammesführer Tihami
al-Glawi (S.572).
1911
Deutschland/Frankreich:
Äquatorialafrika
Deutschland überredet Frankreich, ein Stück
Äquatorialafrika gegen den Verzicht auf alle politischen
"Interessen" in Marokko abzugeben (S.541).
1911-1930er Jahre
Italien: Invasion in Libyen
gelingt nur in den flachen Regionen. Kriege bis 1930er
Jahre (S.532).
3.3.1912-1930er Jahre
Marokko wird französisches
Protektorat
-- Frankreich ist somit für alle
Infrastrukturmassnahmen verantwortlich (S.541)
-- die Invasion in Marokko gelingt nur in den flachen
Regionen. Die Stämme in den Bergen leisten bis in die
1930er Jahre Widerstand (S.532).
ab 1912
Marokko-Frankreich:
Errichtung einer Generalresidenz unter Aufsicht des
französischen "Aussenministeriums"
ohne Konsultativrat. Es herrscht Willkür (S.565).
Marokko: Entwicklung einer
auf Export angelegten "Siedlerwirtschaft"
(S.560)
Marokko: Beginn der
Unterwerfung der Stämme
im Hohen Atlas. Geldstrafen, Steuerpflicht und
Waffenkonfiskation, aber keine Enteignungen (S.564).
Investitionen in Marokko:
Attraktivität für Franzosen
wegen
-- geringen Steuern
-- geringen Lohnkosten
-- geringen Sozialabgaben
-- kaum Steuerkontrolle (S.565).
Das Privatkapital beteiligt sich aber kaum daran. Die
Investitionen erfolgen zu 2/3 durch den französischen
Staat, ohne den Steuerzahler zu fragen (S.565).
1912-1938
Investitionen in Marokko:
-- zu 75 Prozent in die Infrastruktur
-- zu 20 Prozent in den Verwaltungsapparat
-- zu 5 Prozent in Gesundheit und Schulen
-- Landverteilung an "Siedler" von über 1 Mio. ha an
5900 Betriebe, die meist über 300 ha gross sind, davon
10-18 Prozent für die Getreideproduktion
-- Investition in Industrie: Metall, Phosphat, Kohle,
Erdöl, wo die zunehmende Bevölkerung Arbeit finden muss,
um zu überleben
-- Manko: kaum verarbeitende Industrien (S.565).
Tunesien in
der Konfrontation mit der "industriellen Revolution"
und Europa 1810-1914
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1811
Tunesien: Janitscharenrevolte
(S.542)
ab 1796 ca. bis 1815
Maghreb: Der
Mittelmeerhandel ist durch die Revolutionskriege in
Europa total gestört
(S.542)
1815
Aachen: Friedensschluss in
Europa. Normalisierung der Handelsströme im Mittelmeer
(S.542)
1816
Tunesien: zweite
Janitscharenrevolte
(S.542)
1817
Tunesien: Anheben der
Steuern, was zu Revolten der besteuerten
Landbevölkerung führt
(S.542)
ab 1817 / nach den Revolten
Tunesien: Keine Anwerbung
von Janitscharen mehr - eigene Armee zur
Steuereintreibung
-- Anwerben von Infanteristen aus der bäuerlichen
Bevölkerung der tunesischen Ostküste
-- Aufstellen eines Kavallerieregiments aus
Einheimischen und ca. 70 tscherkessischen
Mamlukenoffizieren aus dem osmanischen Reich.
Befehlshaber ist der Kronprinz
-- die Truppe ist bis zu 16’000 Mann stark mit eigener
Mühle, Bäckerei, Kürschnerei und wassergetriebener
Textilmanufaktur
-- die Soldaten werden aber auf dem Feld ihrer Väter
gebraucht. Das Konzept funktioniert nicht. Der Sold wird
nur unregelmässig ausbezahlt
-- Hauptfunktion des Heeres ist die Eintreibung der
Steuern bei den südlichen Stämmen zweimal im Jahr. Der
Zug des Heeres durch das Land gleicht einem Karneval
(S.542)
-- die Steuern werden zwar abkassiert, aber die Ausgaben
für Unterkunft und Verpflegung des "Umzugs" sowie
Bereicherungen verschlingen regelmässig 2/3 der
Steuereinnahmen (S.543).
ab 1817 ca.
Tunesien-Frankreich: Die
Beys lassen französische Militärberater ins Land
um die tunesischen Kämpfer in neuen Taktiken und
Waffenpraktiken auszubilden (S.542).
1818-1820
Tunesien: Pestepidemie,
demographischer Einbruch
(S.541
und Einbruch der
Weizenproduktion
keine Exporte mehr, Angreifen der Geldreserven (S.542).
1819
Tunesien: Revolte im
Südosten des Landes wegen der hohen Steuern
(S.542)
ab 1820 ca.
Zerfall des Weizenpreises
und Olivenölpreises weltweit
Der Schwarzmeerweizen wird ernsthafter Konkurrent
(S.542).
1824
Tunesien: Verringerung des
Silberanteils des tunesischen Geldes um ein Drittel
(S.542)
Tunesien: Ausnahmsweise
Getreideüberschuss, Export
(S.542)
1824-1825
Tunesien: Revolte im
Südosten des Landes wegen der hohen Steuern
(S.542)
1825-1864
Tunesien: 6 grosse Revolten
wegen den hohen Steuern
(S.542)
1826
Tunesien: Ausnahmsweise
Getreideüberschuss, Export
(S.542)
1827
Sieg von England und
Frankreich gegen die osmanische Flotte bei Navarino
(S.542)
Waffenentwicklung:
Entwicklung der Zündpatrone
mit Zündmasse, Pulver und Geschoss. Somit sind
Kriege nun auch bei Regen und Nässe führbar (S.531).
ab 1827
Tunesien: Wiederaufbau der
Marine mit Hilfe französischer Offiziere
Kauf von 17 altertümlichen Einheiten, darunter fünf
Dampfern, aber Ausbildung von nur vier tunesischen
Dampferkapitänen (S.542).
Europa: Neue Kriege durch
neue Waffen
Es kommt zu neuen Kriegen mit neuen Waffen in Europa
und in der ganzen Welt. Die unbewaffneten Völker in der
Welt werden immer mehr bedrängt und versklavt (S.532).
1830-1850
Frankreich: Besetzung
Algeriens
dauert lang, weil die französischen Truppen
waffentechnisch noch nicht sehr überlegen sind (S.532).
1835
Waffenentwicklung:
Erfindung des "Hinterladers"
durch den Preussen Nikolaus von Dreyse. Für die
europäischen Militärs beginnt damit "ein neues
Zeitalter". Schiessen ist nun auch im Liegen oder vom
Pferd aus möglich (S.531).
1836-1856Tunesien: vier Cholera-Wellen
totaler demographischer Einbruch. Die
Getreideproduktion sinkt entsprechend, die
Bey-Grosskapitalisten müssen Verluste von bis zu 66
Prozent hinnehmen (S.541).
1837-1855
Tunesien: Ahmad Bey
(S.542)
ab 1837
Tunesien: 2/3 der
Steuereinnahmen fürs Militär
Das Militär von Ahmad Bey verschlingt zwei Drittel
aller Steuereinnahmen, die sowieso nur ein Drittel der
möglichen Einnahmen betragen. An der Struktur des
zweimal jährlich stattfindenden Militärumzugs und den
2/3-Verlusten ändert sich nichts. Die Bereicherung
bleibt im Zusammenhang mit der demographisch
angespannten Situation Brauch, und eine Militär- und
Verwaltungsreform wird von den entscheidenden Stellen
blockiert (S.543).
1840
Tunesien: Gründung einer
Kriegsschule
Ahmad Bey gründet mit Hilfe französischer
Militärberater eine Kriegsschule. Der erste Direktor ist
ein Italiener mit Erfahrung im osmanischen Reich.
Unterricht in den "Wissenschaften" und in Französisch.
Nur mässiger "Erfolg" (S.542).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1855
Tod von Ahmad Bey
(S.542)
1856
Tunesien: Versuch einer
Steuerreform: Einführung der Geldsteuer "magba"
-- Einführung der Geldabgabe "magba": 3 Piaster
monatlich, ausser alle erwachsenen Tunesier von Tunis,
Kairuan, Sousse/Susa, Monastir und Sfax, Soldaten,
Veteranen, Studenten der Zaytuna-Universität, die
"privilegiert sind" und weniger bezahlen müssen
-- Abschaffen aller anderen Steuern ausser dem Zehnten,
der religiösen Oliven-Abgabe und der Marktrechte
-- Einführen von Gehältern für die zentralen
Verwaltungsbeamten und lokalen Steuereinnehmer, wobei
die Gehälter von der "magba" finanziert werden sollen
-- Steuern auf Salz, Tabak und Färbemittel werden
beibehalten und bleiben Monopol der Regierung (S.543)
-- Bereicherung soll bestraft werden (S.544).
Mitte 19. Jh.
Tunis: Aufschwung der
Filzmützenindustrie
weil die osmanischen Militärs von Turban auf
Filzmütze umstellen (S.548).
1856
Tunesien: letzte
Cholera-Welle
(S.541)
ab 1856
Tunesien: Keine Änderungen
bei den Steuerverlusten
Gründe:
-- es fehlt jegliche Infrastruktur zur zuverlässigen
Beförderung und Kommunikation, so dass die
Steuereinnehmer auf dem Weg weiter Wegegelder bezahlen
müssen und die Landbevölkerung weiter von den Städten
isoliert bleibt
-- es fehlt eine Zentralbank (S.543)
-- Bereicherung bei den Ältesten/Scheichs findet weiter
statt, ohne bestraft zu werden
->> es bleibt alles beim Alten, nur, dass die
Bevölkerung nun noch zusätzlich mit einer Steuer
belastet wird (S.544).
1857
Tunesien: Fundamentalpakt
zur Gleichberechtigung aller Tunesier
(S.544)
[ist ohne Eisenbahn, Strasse und Telegraph eigentlich
zwecklos, weil in der Bevölkerung keine Flexibilität
vorhanden ist].
1861
Tunesien: Verfassung mit
Gewaltenteilung und Legislativrat
Die Gewaltenteilung ist einmalig im islamischen
Bereich. Einführung eines Legislativrats. Die Diktatur
bleibt jedoch erhalten, denn der Bey kann 40 von 60
Mitglieder des Rates selbst aus den "oberen
Notabelnfamilien" von Tunis bestimmen, meist Handwerker.
Der Legislativrat beginnt seine Existenz mit 19
Millionen Franken Schulden. Grosse revolutionäre
Projekte sind keine möglich (S.544).
1863
Tunesien: Abschluss einer
Auslandsanleihe über knapp 30 Millionen Franken
mit dem Pariser Bankhaus Erlanger. Als Sicherheiten
sollen die Geldabgabe "magba" und die garantierte
Rückbezahlung von über 200 Prozent dienen.
Noch im gleichen Jahr wird ein Eisenbahnprojekt zwischen
Tunis und dem Hafen La Goulette/Halq al-Wad
fallengelassen (S.544)
1864
Tunesien: Verdoppelung der
"magba"-Steuer zur Rückzahlung der ersten Rate der
Auslandsanleihe - Revolten
Praktisch die gesamte Landbevölkerung revoltiert
gegen den Staat. Alle Reformen werden eingestellt.
Aufheben der Verfassung, Aufhebung des Rates.
Niederschlagen der aufständischen Stämme (S.544).
Aufnahme neuer Anleihen von "hilfsbereiten" jungen
Bankiers aus Frankreich, England und Italien, die in
jeweils nationalistischen Interessen um die Gunst der
tunesischen Regierung buhlen und dabei noch Karriere
machen wollen (S.545).
1865-1869
Tunesien: Epidemien,
Dürren, Hungersnöte lähmen die Regierung
(S.544)
1869
Tunesien: Anwachsen der
Auslandschulden auf 160 Millionen Franken
Die jungen Bankiers aus Frankreich, England und
Italien drängen bei ihren Regierung auf "Intervention"
in Tunesien wegen dem "Prestige" (S.545).
Tunesien:
Französisch-englisch-italienische Finanzkommission
unter Hayr ad-din
Die tunesische Regierung lässt es zu, dass eine
französisch-englisch-italienische Finanzkommission zur
"Abwicklung" der 160 Millionen Franken Schulden
eingestellt wird. Präsident ist Hayr ad-din, ein
tscherkessischer Mamluk, ehemaliger Präsident des Rates,
schreibt ein "Reformmanifest": "Der sicherste Pfad zur
Kenntnis des Zustandes der Länder" (S.544).
Tunesien: Schliessung der
Kriegsschule (gegr. 1840)
(S.542)
1870
Tunesien: Massnahmen von
Hayr ad-din
-- Heraufsetzen der magba von 36 auf 40 Piaster
-- Überprüfung der Ländereien und erste Anpassung an die
realen Erträge, zum ersten Mal in diesem Jahrhundert
-- Regelung der Beamtenlöhne und ihrer Prozentsätze
-- In der Folge steigt die Hoffnung, aus der Krise zu
kommen (S.545.
1871
Tunesien: Ausländische
Investitionen für spätere Spekulation
Eine französische Gesellschaft baut ein
Telegraphennetz, eine englische Gesellschaft eine
Bahnlinie zwischen Tunis und dem Hafen La Goulette
(S.545).
1873
Tunesien: der Chef der
Finanzkommission Hayr ad-din wird zum Premier ernannt
Gleichzeitig sind Infrastrukturmassnahmen unmöglich,
weil viel zu kapitalintensiv. Dagegen plant Hayr ad-din
eine Erziehungsreform (S.545).
1875
Tunesien: Erziehungsreform
- Ausbildung von Beamten
-- Umgestaltung der Lehrpläne der
Zaytuna-Universität
-- Gründung eines Kollegs für die "modernen
Wissenschaften": Medrese Sadikia/as-Sadiqiyya, bleibt
erfolgreich, mit Möglichkeit zum Weiterstudium in Paris
und Konstantinopel, was auch genutzt wird mit Aussicht,
qualifiziertes Personal für die Verwaltung und Armee
auszubilden
-- die allgemeinen Finanzprobleme bleiben, die Reform
ist aber ein "Achtungserfolg" (S.545).
Tunesien: Gründung der
arabisch-französischen Sadikia-/Sadiqiyya-Schule
(S.578)
1876
Tunesien:
Konzessionsvergabe für Eisenbahnlinie zwischen Tunis
und Jandouba an eine französische Firma
(S.545)
1877
Tunesien: Krise durch
Eisenbahnkonzession - Beginn wilder Spekulation um
Tunesien
Die französische Firma, die die Jandouba-Konzession
erworben hat, tritt die Konzession an eine in Algerien
tätige Eisenbahnfirma ab. Beide Firmen haben dieselbe
Bank in Paris als Gläubiger (S.545-546).
Die Regierung Hayr ad-din weiss jedoch nicht, dass die
beiden Firmen über dieselbe Bank bereits ihre
Verbindungen haben. Hayr ad-din hat Angst, dass er die
Kontrolle über sein Land verlieren würde (da die
französische Besatzungsmacht in Algerien absolut brutal
vorgeht). Hayr ad-din fordert die Annulierung der
Konzession. In der Folge beendet der französische Konsul
in Tunis die Unterstützung Hayr ad-dins und erwirkt beim
Bey seine Absetzung (S.546).
Die Folgen:
->> europäische Konsuln und Spekulanten beginnen
über Tunesien zu wuchern
->> Rückfall ins Bereicherungssystem
->> Einführung eines neuen Rates gelingt wegen
mangelnder Einheit nicht
->> die finanzielle Lage wird wieder prekär
(S.546).
1877
"Hemisphärenteilung"
zwischen Frankreich und England
England bietet Frankreich "freie Hand" in Tunesien
an, um selber "freie Hand" in Zypern und Ägypten zu
bekommen. Der "Handel" über fremden Boden gelingt
(S.546).
ab 1877
Frankreich: Die Wirtschaft
will das "Protektorat Tunesien"
Die französischen Kräfte wie Bankiers, Kaufleute und
Industrielle aus Paris und Marseille sehen die Chance
für ein Protektorat und setzen die französische
Regierung unter Druck, um ihren Einsatz in Tunesien
nicht zu verlieren. Tunesien soll eine effiziente
Verwaltung bekommen und verkehrsmässig erschlossen
werden (S.546).
ab 1880
Weizenpreis fällt global
jedes Jahr tiefer
(S.547)
1881
Frankreich: Annexion
Tunesiens
mit grosser waffenmässigen Überlegenheit. Die
Invasion gelingt viel schneller als noch die Besetzung
Algeriens (S.532). Deutschland hält sich zurück (S.541).
Tunesien: Schuldenberg
provoziert französische Besetzung - Errichtung des
Protektorats
-- der französische Steuerzahler bezahlt den Bau der
tunesischen Infrastruktur im Dienste "nationalen Ruhms",
in einem bankrotten Land
-- die tunesische Verwaltung bekommt französische
"Berater"
-- der Bey bekommt einen französischen
"Residenzminister"
-- "Berater" und "Residenzminister" garantieren die
"französischen Interessen" (S.546
-- Franzosen kaufen über 400’000 ha und Italiener ca.
220’000 ha Land, wobei bei den Franzosen 174 von 331
Ländereien 100-400 ha gross sind und die Mehrheit der
französischen Landkäufer nicht in die Ländereien
investiert, sondern nur auf einen höheren Verkaufspreis
nach der Verkehrserschliessung spekuliert
-- einige französische Siedler pflanzen Reben an, weil
in Frankreich gerade die Traubenkrankheit Phylloxera
grassiert. Der Weinbau rentiert gut, bis die
französischen Reben wieder gesund sind
-- Einführung des modernen Weizenanbaus mit Dampfpflug
und Düngung, bringt zuerst hohe Erträge, aber der
sterile Unterboden und der fallende Weizenpreis
reduziert die Erträge, so dass zum Schluss alle
Ländereienbesitzer von Weizenfeldern nur noch auf einen
anziehenden Weizenpreis spekulieren, um das Land dann
schnell zu verkaufen (S.547).
ab 1881
Tunesien: Entwicklung einer
auf Export angelegten "Siedlerwirtschaft"
(S.560)
Tunesien: französischer
Rassismus
Schulen, Krankenhäuser und sonstige Infrastruktur
steht nur den "Siedlern" zur Verfügung (S.562).
1885
Französischer
"Imperialismus": Präsident Jules Ferry verherrlicht
die europäische Überlegenheit in Indonesien
Rede Ferrys vor der Nationalversammlung über die
Funktion der französischen "Berater": Sivers:
"Diese Berater hatten zur Aufgabe, den Kapitalisten und
der Produktion Frankreichs ein unterbevölkertes,
technisch und wirtschaftlich rückschrittliches Land
exklusiv zu sichern, dessen Ressourcen nicht
gewinnbringend genutzt wurden - so erklärte es
Ministerpräsident Jules Ferry 1885 ganz unumwunden vor
der Pariser Nationalversammlung." (S.546)
ab 1890er Jahre
Tunesien: Tunesischer Wein
hat keine Chance mehr
denn die französische Produktion hat sich erholt.
(S.547)
1890-1906
Tunesien: Zwangsarbeit im
Strassenbau - Schienennetz - Verarmung der südlichen
Stämme
Ausdehnung des Strassennetzes von 560 auf 3100 km.
Bei der Planung haben italienische "Siedler" und die
einheimische Bevölkerung kein Mitspracherecht. Der
"Arbeitsdienst" der Landbevölkerung wird als
Steuerdienst verrechnet. Daneben baut das Militär, ohne
hohe Kosten.
Das Bey-Regime hätte also den Strassenbau ohne grosse
Schwierigkeit finanzieren und so die Wirtschaft
Tunesiens ankurbeln können.
-- Bau eines Schienennetzes von ca. 2000 km, aber nur
die Linie Tuns - Algerien in Normalspur (S.547)
-- die Landwirtschaft in den südlichen Steppenregionen
verdrängt die nomadische und halbsesshafte Bevölkerung
(S.547-548)
-- die Vertriebenen konzentrieren sich in Dörfern und
verarmen. Die "Siedler" stellen sie als Tagelöhner an
-- der Staat bietet ihnen keine Alternative an, während
die Ländereien der Spekulanten grösser werden (S.548).
1892-1914
Tunesien: Verkauf von
Weingütern an italienische Weinbauern - französischer
Staat kauft Güter in Tunesien auf
Da die französischen Kolonialisten kaum investieren,
kauft die französische Protektoratsbehörde über 400’000
ha Land für französische Siedler selber auf, so dass
insgesamt ca. 865’000 ha von 3,2 Mio. ha Ackerland in
europäische Hand kommen (S.547).
ab 1895 ca.
Tunesien: Weizenanbau: Die
"Siedler" verpachten das Land an Einheimische, die mit
kleinen Pfluggeräten arbeiten
(S.547)
1904
Frankreich/England:
"Entente Cordiale" - Frankreich/Spanien: Aufteilung
Marokkos
-- "Entente Cordiale": zur Aufteilung der
"Einflusssphären" Maghreb und Ägypten
-- Einigung zwischen Frankreich und Spanien auf eine
Aufteilung Marokkos in eine nördlich-spanische und eine
südlich-französische Zone (S.541).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1906
Konferenz von Algeciras:
Deutschland fordert vergeblich ein neutrales Marokko
Deutschland fordert eine internationale Kontrolle
über Marokko, Frankreich und Spanien dagegen eine
französische. Deutschland argumentiert, es habe in
Marokko etwa so viel in die Infrastruktur investiert wie
Frankreich, sei aber politisch weit weniger engagiert.
Frankreich dominiert an der Konferenz und setzt seine
Vorstellung über Marokko durch (S.541).
1911
Deutschland/Frankreich:
Äquatorialafrika
Deutschland überredet Frankreich, ein Stück
Äquatorialafrika gegen den Verzicht auf alle politischen
"Interessen" in Marokko abzugeben (S.541).
Italien: Invasion in Libyen
gelingt nur in den flachen Regionen
Kriege bis 1930er Jahre (S.532).
3.3.1912
Marokko wird französisches
Protektorat
-- Frankreich ist somit für alle
Infrastrukturmassnahmen verantwortlich (S.541)
-- die Invasion in Marokko gelingt nur in den flachen
Regionen. Die Stämme in den Bergen leisten bis in die
1930er Jahre Widerstand (S.532).
Libyen in
der Konfrontation mit der "industriellen Revolution"
und Europa 1810-1914
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
ab 1711
Libyen: kaum
"Wirtschaftskraft"
-- kaum fruchtbare Ebenen für Weizenanbau, nur um
Tripolis, in den Nafusa-Bergen, im al-Ahdar-Gebirge und
um Oasen, v.a. im Fazzan, kaum Steuereinnahmen von
Bauern, die Nomaden bezahlen nur Steuern, wenn man mit
einer Militärexpedition kommt
-- das Steueraufkommen reicht gerade für den Hof und die
Stadt Tripolis (S.548)
-- zusätzliche Importsteuern für die Waren und Sklaven
aus Schwarzafrika, die mit Karavanen nach Tripolis
gelangen und Ergänzung der Staatskasse mit Horten von
Silber und Gold in der Qasba zur Finanzierung des
Aussenhandels. Der Pascha-Hof kann sich halten (S.549).
1. Hälfte 19. Jh.
Libyen: Pest und
Hungersnöte
(S.549)
1830
Französischer Angriff auf
Algier
in der Hoffnung, die wenigen 1000 Janitscharen zu
überrumpeln, bevor sie sich mit den Algeriern
solidarisieren können (S.549).
ab 1830
Konstantinopel kann die
französischen Besetzungen in Nordafrika nicht stoppen
-- Algier ist für einen Gegenangriff zu weit
entfernt
-- die osmanische Marine existiert kaum noch
-- in der Folge entscheidet man sich für eine
Machtdemonstration in Tripolis (S.550).
1831-1835
Tripolis: schwere Unruhen
(S.550)
1835
Tripolis: Osmanische
Besetzung von Tripolis
-- als Machtdemonstration gegen Frankreichs Armee in
Algier und auch gegen [Fantasie]-Muhammad ‘Alis
Autonomietendenzen in Ägypten. Die schweren Unruhen in
Tripolis gelten als Vorwand
-- Libyen wird wieder zu einer osmanischen Provinz mit
einem in Konstantinopel ernannten Gouverneur. Die
Eigenwirtschaft der Bauern bleibt unverändert. Sie
akzeptieren die Oberherrschaft der Osmanen nicht und
beginnen mit Aufständen (S.550).
1836-1856
Libyen: Osmanische Feldzüge
gegen Stämme
Die osmanische Militärmacht muss jeden einzelnen
Stamm niederkämpfen. Gleichzeitig eröffnen die Osmanen
die Wirtschaftsbeziehungen zum Ausland, und da die
Osmanen Fantasie-Muslime sind, werden diese auch
angenommen. Der Verwaltungsapparat aber bleibt der
Landbevölkerung fremd (S.550).
Libyen: Bau der
Infrastruktur - Vorschriften
-- Anlegen eines Telegraphennetzes zur Verbesserung
der Kommandostruktur
-- nur zögernder Strassenbau (S.550)
-- Landverkauf an Europäer ist verboten, Europäer können
nur über Mittelsmänner investieren (S.551)
-- Bereicherung in der türkischen Verwaltung wird durch
häufige Versetzungen verhindert
-- der osmanische Gouverneur bekommt einen
Verwaltungsrat beigestellt mit 40 Prozent Vertretern der
Bevölkerung
-- Einführung von Verwaltungsräten auf städtischer und
lokaler Ebene
-- jährliche Steuer nach Konstantinopel
-- einheimischen Kaufleuten bleiben alle Freiheiten des
Handels erhalten
-- Sonderregelung in der Cyrenaika mit dem
Religionszentrum von [Fantasie]-Muhammad b. Ali
as-Sanusi (S.550) der "Sanusiyya", mystische
Bruderschaft mit Ziel der Vereinheitlichung des
Weltislams
-- Sanusi, ein Algerier mit Ausbildung in Mekka, der
wegen der französischen Besatzung Algeriens nicht mehr
nach Algerien zurückkehrt, fördert eine missionarische
Glaubensgruppe. Die Cyrenaika bleibt unter Sanusi
autonom, solange er die osmanische Oberhoheit anerkennt
(S.551).
1888
Cyrenaika wird zur
osmanischen Unterprovinz mit Hauptort Benghazi
Gleichzeitig kann die "Sanusiyya" ihren Einfluss mit
neuen Religionszentren in die Beduinenregionen ausdehnen
(S.551).
Ende 19. Jh.
Italien: Anwachsende
Geburtenrate
(S.564)
1904
Frankreich/England:
"Entente Cordiale" - Frankreich/Spanien: Aufteilung
Marokkos
-- "Entente Cordiale": zur Aufteilung der
"Einflusssphären" Maghreb und Ägypten
-- Einigung zwischen Frankreich und Spanien auf eine
Aufteilung Marokkos in eine nördlich-spanische und eine
südlich-französische Zone (S.541).
1906
Konferenz von Algeciras: Deutschland fordert
vergeblich ein neutrales Marokko
Deutschland fordert eine internationale Kontrolle
über Marokko, Frankreich und Spanien dagegen eine
französische. Deutschland argumentiert, es habe in
Marokko etwa so viel in die Infrastruktur investiert wie
Frankreich, sei aber politisch weit weniger engagiert.
Frankreich dominiert an der Konferenz und setzt seine
Vorstellung über Marokko durch (S.541).
1908
Italien/Libyen:
Italienische Spekulation in Libyen
mit finanzieller Hilfe des Banco di Roma. Beginn mit
Produktion von Getreide, Oliven, Obst und der
Futterpflanze Alfalfa/Luzerne. Anschaffen von Ölpressen,
Druckereien und Mühlen, finanziert durch den Banco di
Roma. Das eingesetzte Kapital bleibt minimal, und somit
findet keine Buhlerei der Bankiers Europas um die
libysche Regierung statt (S.551).
ab 1908 ca.
Italien-Libyen: Propaganda
zur Besetzung Libyens
Die italienischen Militärs beginnen mit Propaganda
zur Besetzung Libyens als Rückeroberung einer "alten
römischen Provinz", der "Vierten Küste". Die Menschen
des Geburtenüberschusses könnten dann dort "Siedler"
sein (S.564).
1911-1930er Jahre
Italien: Invasion in Libyen
gelingt nur in den flachen Regionen
Kriege bis 1930er Jahre (S.532).
1911
Deutschland/Frankreich:
Äquatorialafrika
Deutschland überredet Frankreich, ein Stück
Äquatorialafrika gegen den Verzicht auf alle politischen
"Interessen" in Marokko abzugeben (S.541).
ab 1911
Libyen: forcierte
italienische Investitionen in die Infrastruktur,
erreicht aber kaum Volumen.
(S.560)
3.3.1912
Marokko wird französisches
Protektorat
-- Frankreich ist somit für alle
Infrastrukturmassnahmen verantwortlich (S.541)
-- die Invasion in Marokko gelingt nur in den flachen
Regionen. Die Stämme in den Bergen leisten bis in die
1930er Jahre Widerstand (S.532).
1912
Libyen: Italien besiegt die
Osmanen und besetzt Libyen bis an den Fazzan
Organisation des Widerstandes in Fazzan (S.563).
1914
Libyen: Sieg einer
Stammeskoalition von sanussi-treuen Stämmen,
Zurückdrängen der Italiener an die Küste
Italien ist durch den ausbrechenden Weltkrieg nicht
fähig, erneut in Libyen einzugreifen (S.563).
Algerien in
der Konfrontation mit der "industriellen Revolution"
und Europa 1810-1914
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
Ende 18. Jh./ 1793-1798
Algerien-Frankreich:
Weizenlieferungen
Algerien liefert Weizen nach Südfrankreich und an
die französischen Expeditionstruppen unter Napoleon in
Italien und Ägypten (S.552).
1798
Algerien: Kredit an
Frankreich
Algeriens Bey und die Mittelsmänner Jacob Bacri und
Nephtali Busnach gewähren Napoleon eine Stundung der
französischen Schulden von 7 Millionen Franken (S.552).
1800
Frankreich: Zurückzahlung
der Hälfte des Kredits - Veruntreuung
Frankreich begleicht 3 Millionen Franken der 7
Millionen Franken Schulden an die Mittelsmänner Jacob
Bacri und Nephtali Busnach, die das Geld für sich
einstecken in der Annahme, dass die Restzahlung auch
bald eintreffen werde.
Die zweite Zahlung kommt aber nicht und der Bey in
Algerien sieht kein Geld der Rückzahlung. Frankreich wie
Bacri und Busnach behaupten, sie seien zahlungsunfähig.
Es kommt zur "Zahlungsaffaire" und beide Seiten beginnen
mit Drohungen und Aufrüstung gegeneinander (S.552).
um 1800
Algerien/Provinz Oran:
Spaltung der Religionsbewegung von Sidi Sayh
Die Religionsbewegung von Sidi Sayh im Süden der
Provinz spaltet sich in einen westlichen und einen
östlichen Zweig, wobei der östliche Zweig das
Religionszentrum unter Si Hamza übernimmt (S.556).
1815-1830
Frankreich: König Karl X.
(S.552)
1818-1830
Algerien: Bey Husayn
Die "Zahlungsaffaire" um den Weizen dauert an und
eskaliert (S.552).
1827
Frankreich: König Karl X.
verliert die Wahl - die Opposition reizt mit
Kolonialdenken - Kompensation mit Algerien
Nach der verlorenen Wahl versucht die liberale
Opposition in der Kammer, sich mit dem Vorwurf der
"aussenpolitischen Untätigkeit" zu profilieren, wobei
die Unabhängigkeit Belgiens und die Grenzen von
Lothringen gemeint sind.
Karl X. lenkt die "aussenpolitische Untätigkeit" aber
auf Algerien, weil dort grösseres Potential vorhanden
ist. Er will einen nächsten Wahlsieg mit einem Feldzug
und einer Algerienbesetzung absichern.
Die Liberalen verurteilen in der Folge diesen Plan, aber
die Kaufleute in Marseille jubeln, dann würde Algerien
an Stabilität gewinnen und mehr Geschäfte möglich werden
(S.552).
Algerien-Frankreich:
"Fliegenklappenaffaire"
Bey Husayn berührt oder schlägt - nach Quelle
verschieden - den französischen Konsul mit einer
Fliegenklappe. Die französische Marine reagiert mit der
Blockade des Hafens von Algier. Der Krieg um die sechs
Millionen Franken ist da.
Frankreich plant die Besetzung Algeriens und wartet auf
einen willkommenen Anlass. Der Hafen von Algier bleibt
blockiert, wobei die Kosten für die Blockade sehr hoch
sind und dadurch wieder politischer Druck in Paris
entsteht (S.552).
25.5.1830
Frankreich: Angriff gegen
Algerien zur Lösung der "Fliegenklappen"- und
"Finanzaffaire"
Ablegen der französischen Kriegsmarine gegen
Algerien von Toulon: 37’000 Soldaten und ca. 690
Schiffe, meist angemietete Frachter, darunter sieben
Dampfer. Die algerische Seite hat sich auf eine
Seeschlacht vor Algier vorbereitet: 26’000 Janitscharen
und Quloglis - türkisch-maghrebinische Mischlinge -
sowie 16-18’000 Infanteristen (S.552).
14.6.1830
Algerien: Französische
Landung westlich von Algier
Französische Landung westlich von Algier und Angriff
vom Land aus, womit Bey Husayn nicht gerechnet hat. Kein
Aufhalten des algerischen Vormarsches möglich (S.552).
5.7.1830
Algier kapituliert - Raub
der Staatskasse - 108 Millionen Franken "verschwinden"
Die französische Armee stürzt sich auf den
algerischen Staatsschatz, geschätzte 150 Millionen
Franken, gut erwirtschaftet und zusammengehortet durch
die osmanische Herrscherklasse (S.552):
-- 50 Millionen Franken verschwinden "spurlos" durch
Bereicherung [bei Schweizer Banken?]
-- 100 Millionen Franken gelangen nach Paris
-- davon erreichen 42 Millionen Franken die Pariser
Staatskasse [der Rest bei Schweizer Banken?]
-- die Blockade 1827-1830 hat 75 Millionen Franken
gekostet. Der französische Steuerzahler bezahlt die
Differenz von 33 Millionen Franken (S.553).
Juli 1830
Frankreich: Wahlen: Karl X.
dankt ab - Monarchie - Louis-Philippe
Die Wähler votieren weiter liberal. Julirevolution.
Karl X. muss abdanken. Etablierung der "Juli-Monarchie"
unter Louis-Philippe (S.553).
Sep 1830
Frankreich behält Algier,
keine Rückgabe - Unabhängigkeit Belgiens - Widerstand
in Algerien
Der "Juli-Monarchie" unter Louis-Philippe ist der
Besitz der Stadt Algier peinlich, aber räumen lassen
will er sie auch nicht, weil Frankreich den Bestrebungen
Englands schon die Unabhängigkeit Belgiens zugesteht.
Die englische Seite bleibt gleichzeitig neidisch auf
Algier, und Frankreichs Besatzungsarmee beginnt mit
ersten Schritten zur Besetzung des Umlands. In Algerien
formiert sich erster Widerstand (S.553).
1830
Algerien/Marokko: Absetzung
des Bey von Oran - Marokko und Frankreich streiten um
Oran
Franzosen und Marokko konkurrieren um die Besetzung
West-Algeriens. Zur "Sicherheit" schliesst ein
französischer General einen Vertrag mit dem Sohn des
marokkanischen Emirs Muhyi add-in, ‘Abd al-Qadir, ab.
Man versichert sich gegenseitig "konsularische
Beziehungen" (S.553).
1831 ca.
Frankreich: Algier bleibt
besetzt - Franzosen, Marokko und der algerische
Widerstand wollen Oran
Die Regierung Louis-Philippe entscheidet endgültig,
Algier zu behalten. Westalgerien mit Oran wird von drei
Seiten begehrt: von Frankreich, dem Algerierführer Ahmad
und Marokko mit Truppen unter ‘Abd al-Qadir, dem
Emirsohn. Alle drei Seiten rüsten auf, um Oran zu
besetzen (S.553).
1832
Marokko-Frankreich: Vertrag
über Gewehrlieferungen für Marokko
Muhyi ad-din, Stellvertreter und Emir des Sultans
von Marokko und Leiter eines Religionszentrums in
Westalgerien, kann mit der französischen Seite einen
Vertrag über Gewehrlieferungen abschliessen. Er
spekuliert mit einer marokkanischen Besetzung
Westalgeriens, der Provinz Oran (S.554).
ab 1832
Algerien: Widerstand:
Beginn des Kampfes gegen Frankreich unter Ahmad, ein
Bey von Constantine
(S.553)
1832-1840
Marokko-Algerien:
Marokkanische Armee
Dem Emir ‘Abd al-Qadir gelingt die Aufstellung von
knapp 10’000 Soldaten, mit offiziell gekauften
französischen und geschmuggelten englischen Gewehren
ausgerüstet, ca. 20 Kanonen und 54’000 Reiter
Stammestruppen, obwohl der Staatsschatz nur 1,5 Mio.
Franken und ein paar Getreidesilos beträgt. Aufbau von
Fabriken, auch für Weberei und Waffen. Marokko gelingt
somit der "Anschluss" an die europäische
Waffentechnologie (S.554).
1836
Algerien: Französische
Belagerung von Constantine wird vom Widerstand unter
Ahmad abgewehrt
(S.553)
1837
Algerien-Marokko:
Grenzvertrag von Tafna - französische Besetzung von
Constantine
Dem Emirsohn ‘Abd al-Qadir gelingt der Vertrag von
Tafna, der die französischen Grenzen festlegt. Ahmad und
der algerische Widerstand bleibt unerwähnt. Somit soll
Ostalgerien mit Oran marokkanisches Gebiet sein.
Noch im selben Jahr gelingt französischen Truppen die
Besetzung von Constantine im zweiten Anlauf (S.553) und
zwingen den algerischen Widerstand unter Bey Ahmad zum
Rückzug in den Süden (S.553-554).
Ahmad ist so stolz, dass er sich nicht mit Marokko gegen
die Franzosen verbündet, was wieder den Franzosen
entgegenkommt. Marokkos Truppen bemühen sich in der
Folge allein um Vorstösse gegen die Franzosen, die alle
abgewehrt werden (S.554).
Mai 1840
Frankreich: Französischer
Militärplan ist für die vollen Besetzung von Algerien
verfochten von General Bugeaud. Er "bearbeitet" die
französische Regierung in seinem Sinn (S.554).
Dez 1840
Algerien: General Bugeaud
wird zum Gouverneur über Algerien ernannt, das noch
gar nicht französisch regiert wird
Der Widerstand der französischen Regierung gegen
eine weitere Expansion in Algerien ist gebrochen.
Planung der Besetzung Westalgeriens gegen Marokko
(S.554).
ab 1840
Algerien als militärische
Kolonie: Stammesführer werden eingespannt
Die Stammesführer werden zu Steuereinziehern und
übernehmen den Sicherheitsdienst auf der lokalen Ebene
(S.554-555).
Algerien: Versklavung der
einheimischen Bevölkerung
die sich für ihre Lieferungen fast nichts kaufen kann
(S.559-560).
Algerien: französischer
Rassismus
Schulen, Krankenhäuser und sonstige Infrastruktur
steht nur den "Siedlern" zur Verfügung (S.562).
1841-1847
Marokko verteidigt
Westalgerien
Marokko kann Westalgerien unter Wesir ‘Abd al-Qadir
gegen die französische aggressive Armee verteidigen
(S.554).
Okt 1847ca.
Marokko: Der Sultan lässt
den Wesir ‘Abd al-Qadir in Westalgerien "im Stich"
(S.554)
23.10.1847
Algerien: Sieg des
französischen Heeres gegen Marokko
in Westalgerien, Vertreibung der Marokkaner (S.554).
1847/1848-1914
12 Aufstände in Algerien
(S.556)
1848
Algerien: Französische
Armeen unterwerfen jeden Widerstand
Widerstandsführer Ahmad unterwirft sich der
französischen Armee. Der marokkanische Emir ‘Abd
al-Qadir übersiedelt gleichzeitig nach Damaskus und
studiert dort bis zu seinem Tod Religion (1883) (S.554).
1850
Algerien: Tod des
Widerstandsführers Ahmad
(S.554)
ab 1850 ca.
Algerien:
Bevölkerungswachstum der angestammten Bevölkerung:
1,35 Prozent
(S.558)
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1850-1900
Algerien: Widerstand der
einzelnen Stämme
Die einzelnen Stammesführer organisieren den
Widerstand weiter unter Vorstehern von Religionszentren
oder "Abenteurern". Es kommt immer wieder zu einzelnen
Revolten, die mit aller Gewalt von der französischen
Armee niedergeknüppelt werden (S.554).
1853
Algerien/Sahara: Einsetzen
von Religionsführer Si Hamza
Si Hamza aus der Provinz Oran wird von den Franzosen
als halifa/Stellvertreter in der Sahara eingesetzt
(S.556).
1860er Jahre
Algerien: Einführen der
Geldsteuer - Zwang der Bauern zur Marktbindung -
Beginn der Urbanisierung
-- die einheimischen Bauernfamilien müssen einen
Teil der Ernten auf den Märkten verkaufen, meist unter
Preis, da ja verkauft werden muss
-- die Urbanisierung kommt auf Kosten der Bauern in
Gang, die indirekt die städtische Wirtschaft mit ihren
niedrigen Erntepreisen subventionieren (S.557).
1860-1880
Algerien/Sahara:
Französisches Vordringen
mit Strassenbau, Telegraphinstallation und Brunnenbau.
Französische "Siedler" beuten die
Alfalfa-/Luzerne-Vorkommen aus (S.556).
1863-1887
Algerien: französische
Landvermessung und Parzellierung - Beginn der
Landspekulation
Aufteilung des Landes in Einzelparzellen und
Gemeinschaftsbesitz. Finanzierung der teuren
Vermessungen durch spezielle Steuern (S.557).
1864
Algerien/Sahara: Tod von Si
Hamza - Nachfolger als halifa der Sahara: der Sohn -
Gebietsverkleinerung
Dem Sohn wird das Gebiet verkleinert. Das
Protestpotential bleibt vorhanden (S.556).
ab 1865 ca.
Algerien: "Siedler" kaufen
Land auf - Dauerkampf um Wald- und Buschland
-- europäische "Siedler" kaufen ca. 380’000 ha Land -
Entstehen eines Immobilienmarktes (S.557-558) [von
Fremden für Fremde auf fremdem Boden!] (S.558)
-- zudem kommt es zum Dauerkampf zwischen der
französischen Verwaltung mit der algerisch angestammten
Bevölkerung um Wälder und Buschland. Die französische
Vermessung hat zu viel Territorium als Buschland
definiert, womit viel Land für die Feldbearbeitung
wegfällt (S.558)
-- zudem legt die Bevölkerung jeweils kleine Waldbrände,
um die Fruchtbarkeit des Waldbodens für Beeren und
Baumfrüchte zu erhöhen. Alle 2-5 Jahre kommt es dabei zu
grossen Waldbränden. Die französische Verwaltung
verbietet daraufhin alle Brandlegungen und "unbefugten
Nutzungen" bei hoher Geldstrafe (S.558).
1868
Frankreich-Algerien: Plan
der Umwandlung von einer militärischen in eine zivile
Kolonie
(S.554)
-- die Stammesführer, die als Steuereinzieher fungieren,
fürchten um Beschneidung ihrer Funktion und Privilegien
-- die Besatzungsarmee schrumpft auf 43’000 Soldaten
(S.555).
1870
Deutsch-französischer
Krieg: französische Niederlage - Plan des grossen
Aufstands in Algerien
-- verzögert die Umwandlung in Algerien von einer
militärischen in eine zivile Kolonie
-- Kaiser Napoleon III. ist in preussischer
Gefangenschaft
-- ein weiterer Teil der Besatzungsarmee wird aus
Algerien abgezogen
-- die Gelegenheit zum Aufstand ist "günstig", denken
sich viele Stammesführer (S.555).
Winter 1871
Algerien: grosser Aufstand
ermutigt durch die französische Niederlage in
Europa, unter Führung von Bas-Aga [Fantasie]-Muhammad
al-Hagg al Muqrani, ein Angehöriger einer
Vertrautenfamilie des Bey von Algier, und unter Scheich
al-Haddad vom Religionszentrum der Sadduq des Ordens der
Rahmaniyya, gegründet um 1830.
Ausbreiten der Revolte südlich von Constantine,
Etablieren eines "Wohlfahrtsrats" im Wad Gir/Oued Ghir.
Die französische Armee reicht zum Schutz der Provinzen
Algier und Oran nicht aus. Die Besetzung des
Constantinois ist völlig unmöglich (S.555).
Der plötzliche Tod des algerischen Aufstandsführers
Muqrani in einem Scharmützel bricht dem Aufstand das
Rückgrat und bringt die Wende für die Franzosen (S.555).
Ende 1871
Algerien/Sahara:
gleichzeitiger Aufstand des Sahara-halifa: Revolte
gegen die Gebietsverkleinerung von 1864
(S.556)
Jan 1872
Algerien: Zusammenbruch des
Aufstands - Rache: Enteignungen - Emigration -
Verarmung
Die Rache der französischen Kolonialregierung ist
massiv:
-- Verurteilung von 300 Stammesfraktionen mit 800’000
Algeriern zu einer Gesamtstrafe von fast 35 Millionen
Franken
-- Beschlagnahmung von 450’000 Hektar Gärten, Acker- und
Weideland
-- "weniger schuldige Algerier" können ihr Land für
einen Gesamtbetrag von fast 10 Millionen Franken
zurückkaufen
->> 16’000 Algerier wandern nach Tunesien aus
->> 70 Prozent des Besitzes geht verloren
->> elsässische "Siedler" "übernehmen" die
beschlagnahmten Ländereien
->> viele Algerier, die nicht auswandern, verarmen
und arbeiten als Tagelöhner bei elsässischen "Siedlern"
oder erschliessen sich auf früheren Allmenden neues
Ackerland (S.555).
ab 1872
Algerien: Entwicklung einer
auf Export angelegten "Siedlerwirtschaft"
(S.560)
Algerien: Einrichtung der
zivilen Kolonialregierung in Algier
-- zur Errichtung der Infrastruktur in Algerien,
v.a. zugunsten der "Siedler":
-- Einsetzung departementaler Generale in Algier,
Constantine und Oran
-- in den Bezirken überwachen örtliche Offiziere die
Stammesführer bei gegenseitiger Abhängigkeit, mit
"bemerkenswerter Kontinuität"
-- die Städte werden zu Zentren der Überwachung der
Bevölkerung und zu Zentren der "Siedler"
-- Algerier leisten ihre Schulden und Steuerschulden mit
Zwangsarbeit ab (S.557).
1876-1878
Algerien/Sahara: Neues
Religionszentrum unter Sidi ‘Amama
Der Westteil der Sidi-Sayh-Bewegung unter Sidi
‘Amama lässt gegen die Franzosen in der Oase
Moghar/Mugar Tahatani ein Religionszentrum bauen, um das
"Erbe es Gründerheiligen" universalistisch zu
"erneuern". Sidi ‘Amama beginnt mit der Propaganda, dass
nur die Vereinigung aller Fantasie-Muslime die
Voraussetzung für die Vertreibung der Franzosen sein
könne (S.556).
Apr 1881
Algerien/Sahara: Ermordung
eines französischen Leutnants - Revolte des Sidi
‘Amama
Losbrechen eines Aufstands unter Sidi ‘Amama, bis
1883 (S.556).
1883
Algerien/Sahara: Ende des
Aufstands unter Sidi ‘Amama
-- Sidi ‘Amama bekommt in Marokko Asyl. Die Bilanz
sind
-- 187 tote Algerier, v.a. Alfalfa-Arbeiter
-- Verurteilung der beteiligten Stämme zu etwa zwei
Millionen Franken Strafe.
In der Folge verstärken die französischen Besatzer den
Druck auf Südostmarokko, wo noch eine definierte Grenze
zwischen Marokko und Algerien existiert. Die
französische Regierung verbietet die Besetzung von
Südostmarokko (S.556).
1890
Algerien: gebautes
Strassen- und Schienennetz für die "Siedler"
umfasst
-- 3000 km nationale, 1500km departementale und 10’000
km lokale Strassen
-- 3000 km Eisenbahn
-- die Linienführung ist für die "Siedler" angelegt, so
dass die Konkurrenz der Einheimischen entscheidend
behindert ist (S.557).
spätes 19. Jh./ 1890 ca.
Algerien: Bauern
investieren in Landmaschinen
-- von ihrem kärglich angesparten Kapital.
-- Ansätze zur Zusammenarbeit für die Organisation des
Obst- und Gemüseabsatzes (S.563).
1900
Algerien:
Bevölkerungswachstum der einheimischen Bevölkerung -
Massnahmen in der Landwirtschaft
Die wachsende Bevölkerung verursacht die Umstellung
in der Landwirtschaft von Getreide auf nährstoffreichere
Hülsenfrüchte, da keine Flächen zur Vergrösserung der
Weizenanbaufläche mehr zur Verfügung stehen (S.558).
Auch: Umstellung auf Gartenpflanzen statt Getreide. Die
Intensivierung der Landwirtschaft mit Dünger,
Bewässerung und Transportmitteln bewilligt die
Kolonialregierung für Einheimische nicht. Dafür bekommen
die Pächter von "Siedler"-Gütern und algerische
Tagelöhner bei "Siedlern" einen Teil des Überschusses
[wie gnädig!] (S.559).
um 1900
Algerien: Bauernverarmung
Fast 3/4 der einheimischen Bauern nagen am
Hungertuch. Die Bauern, die sich als Weizenarbeiter bei
Pächtern verdingen müssen, haben nur zwei Monate im Jahr
Arbeit. Sie denken zwangsläufig an Abwanderung in die
Städte (S.567).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1900
Algerien/Südmarokko:
Französische Besetzung von Südmarokko
-- gegen den Willen der französischen Regierung
-- Besetzung der Twat/Touat-Oasen
-- in der Folge fordern die aggressiven französischen
Militärs die Besetzung ganz Marokkos als Protektorat
(S.556.
ab 1902 ca.
Algerien: Landflucht
zugunsten des französischen Profits
50’000 algerische Arbeiter arbeiten in algerischen
Städten für den Profit von rund 12’000 europäischen
Unternehmen wie Mühlen, Ölpressen, Schreinereien,
Fassbindereien, Stellmachereien (Wagenbauerei),
Sattlereien und Schmieden (S.568).
1904
Frankreich/England:
"Entente Cordiale" - Frankreich/Spanien: Aufteilung
Marokkos
-- "Entente Cordiale": zur Aufteilung der
"Einflusssphären" Maghreb und Ägypten
-- Einigung zwischen Frankreich und Spanien auf eine
Aufteilung Marokkos in eine nördlich-spanische und eine
südlich-französische Zone (S.541).
1906
Konferenz von Algeciras:
Deutschland fordert vergeblich ein neutrales Marokko
Deutschland fordert eine internationale Kontrolle
über Marokko, Frankreich und Spanien dagegen eine
französische. Deutschland argumentiert, es habe in
Marokko etwa so viel in die Infrastruktur investiert wie
Frankreich, sei aber politisch weit weniger engagiert.
Frankreich dominiert an der Konferenz und setzt seine
Vorstellung über Marokko durch (S.541).
ab 1906
Algerien: Beginn der
algerischen Emigration nach Frankreich
in der Mehrzahl aus der Kabylei wegen der Verarmung
nach dem Aufstand von 1881 (S.559).
1911 ca.
Algerien: Landflucht: auch
Frauen arbeiten nun für den französischen Profit
-- 59’000 Arbeiter und 21’000 Arbeiterinnen davon
-- 1000 Hafenarbeiter
-- 4500 Bergleute
-- 19’000 Hilfsdienstleistende, Wächter, Kuriere
-- Arbeiterinnen: sammeln Altkleider, zerreissen diese
in Lumpen und bringen sie zu den Aufkäufern (S.568).
1911
Italien: Invasion in Libyen
gelingt nur in den flachen Regionen. Kriege bis
1930er Jahre (S.532).
3.3.1912
Marokko wird französisches
Protektorat
-- Frankreich ist somit für alle
Infrastrukturmassnahmen verantwortlich (S.541)
-- die Invasion in Marokko gelingt nur in den flachen
Regionen. Die Stämme in den Bergen leisten bis in die
1930er Jahre Widerstand (S.532).
bis 1914
Algerien: Emigration von
10-15’000 Algeriern nach Frankreich
vor allem aus der Kabylei. Es fehlt an Investitionen
in die einheimische Landwirtschaft. Die
Kolonialregierung verweigert diese weiterhin (S.559).